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Tobias Jennewein

    Ich ist eine Landschaft
    Und die Spiegel fangen an zu tauen
    • Und während ich mit vertrockneter Stimme, das Rascheln der Blätter im Mund, nur wieder dem Wind mein Leben erzähle, ändert sich nichts, nichts führt hinaus aus den Fragen. In seinem ersten Gedichtband nimmt Tobias Jennewein die Künstlerfigur in den Blick: Doch nicht die Idee der Kreativität steht hier im Zentrum, sondern Erfahrungen der Müdigkeit, des Wartens, Grübelns, Scheiterns und der Leere. Das Kreisen um ein Nichts ist dabei zugleich Anfang und Ende der lyrischen Produktion: Worte und Bilder wiederholen sich, wenn auch in unterschiedlichen metaphorischen Konstellationen. Trotzdem wagen die Texte stets aufs Neue den Ausbruch in die Naturbetrachtung, die Musik, die Religion und den Humor. Der Gedichtband wartet daher nicht nur mit Experimenten an der Schnittstelle von Autobiographie und Fiktion auf. Er arbeitet sich auch an historischen Formvorbildern ab und lässt sogar das totgeglaubte Sonett wieder zu seinem Recht kommen. Bei aller Melancholie – eines wollen Jenneweins Gedichte ganz sicher: überraschen und bewegen.

      Und die Spiegel fangen an zu tauen
    • Ich ist eine Landschaft

      Skizzen aus dem Mainland

      • 228pagine
      • 8 ore di lettura

      In Ich ist eine Landschaft versucht Tobias Jennewein das unterfränkische Mainland und Teile Oberfrankens mit Hilfe ganz unterschiedlicher Formen wie dem Kurzessay, dem Gedicht, der Prosaminiatur, aber auch dem von Walter Benjamin inspirierten Städtebild literarisch einzukreisen. Dabei geht es ihm nicht um eine konsistente Gesamtschau, sondern um räumliche und zeitliche Konstellationen, in denen das landschaftliche Sehen sich womöglich freier entfalten kann als in einer historischen Überblicksdarstellung. Aber auch Ironie und Humor dürfen nicht fehlen, und zwar gerade da, wo sich das Putzige und Provinzielle des Frankenlands bemerkbar machen. Mit Ich ist eine Landschaft wirft der Autor also einen vielfach gebrochenen, um nicht zu sagen einen kaleidoskopischen Blick auf einen alten und spannenden Kulturraum.

      Ich ist eine Landschaft