Selbstmörderische Allianz
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In der Buch untersucht ein ehemaliger Historiker der DDR die tabuisierten deutsch-sowjetischen militärischen Kooperationen zwischen 1920 und 1941. Nach dem Ersten Weltkrieg befanden sich Deutschland und die Sowjetunion in Isolation, was zu ihrer Zusammenarbeit führte. Der Kommandeur der Reichswehr, Hans von Seeckt, war ein Befürworter dieser Kooperation, die in den 1920er Jahren begann und sich nach dem Abschluss des Rapallo-Vertrags 1922 entwickelte. Es entstanden drei Hauptprojekte: eine Luftwaffenbasis in Lipezk, eine Panzerakademie in Kasan und eine Testbasis für chemische Waffen in Tomka. Lipezk war entscheidend für die Ausbildung deutscher Piloten und die Erprobung neuer Flugzeuge, während Kasan Panzerbesatzungen und Ausbilder schulte. Nach Hitlers Machtübernahme 1933 wurde die Zusammenarbeit gedämpft, persönliche Kontakte blieben jedoch bis zu Stalins Säuberungen nach 1937 bestehen. Die Beziehungen wurden nach dem Abschluss des Paktes im August 1939, der die Teilung Polens regelte, wiederhergestellt. Der letzte Teil des Buches konzentriert sich auf die Zusammenarbeit nach dem Überfall auf Polen, als die wirtschaftlichen Beziehungen am intensivsten waren. Der Autor analysiert auch die Ursachen für die Unterschätzung der sowjetischen Armee durch Deutschland und weist die Behauptungen über einen Präventivkrieg im Jahr 1941 zurück.















