Benjamin v. Stuckrad-BarreOrdine dei libri (cronologico)
27 gennaio 1975
Von Stuckrad-Barre è una voce di spicco nella letteratura tedesca contemporanea, alla guida di un nuovo movimento letterario che collega il passato bellico della Germania al XXI secolo. Le sue prime opere catturarono lo spirito dei tempi dell'amore giovanile, sullo sfondo della musica popolare. Ha perseguito con coerenza progetti ambiziosi volti a riflettere "ciò che sta succedendo [nel mondo]", spesso in modi non convenzionali. Soprannominato il 'cattivo ragazzo' della scena letteraria tedesca, la sua scrittura è caratterizzata da un approccio distintivo nel catturare il momento contemporaneo.
Nach dem Erfolg von ›Alle sind so ernst geworden‹ stellen Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre in ihrem neuen Band existenzielle Fragen. Sie kombinieren Humor mit Ernsthaftigkeit und sehen Lachen als Befreiung. Ab dem 14. Dezember sind sie live auf ausgewählten Bühnen in Deutschland, der Schweiz und Österreich zu erleben.
Berlin: Eine junge Frau erzählt von ihrem neuen Job bei einem großen Fernsehsender, von ihrem neuen Chef, ihrem neuen Leben. Sie wirkt glücklich, beseelt, hoffnungsfroh, es klingt gut. Zu gut?
In Los Angeles geht derweil eine Welt unter. Ein Mann, der damit prahlt, als Berühmtheit könne man sich gegenüber Frauen alles herausnehmen, wird Präsident der Vereinigten Staaten. Im Garten des legendären „Chateau Marmont“, diesem Nachtspielplatz verwöhnter Hollywood Kids jeden Alters, vertreibt sich eine illustre Bande auf der Flucht vor der Realität die Zeit. Auch der Erzähler ist hier – und Rose McGowan, die Schauspielerin, der man nachsagt, neuerdings irgendwie anstrengend geworden zu sein.
Kurz darauf erschüttert der Weinstein-Skandal Hollywood, und Rose McGowan ist eine der ersten Frauen, die sexuelle Belästigung durch den bis dahin von ganz Hollywood hofierten Filmproduzenten öffentlich gemacht hat. Rose verschwindet, aber sie hinterlässt dem Erzähler eine kryptische Nachricht – oder ist es vielmehr ein Auftrag? Wieso wendet sie sich ausgerechnet an ihn?
Von Hollywood aus verbreitet sich die #MeToo-Bewegung um die ganze Welt. Doch die alten Machtstrukturen sind widerständiger, als man in der ersten Euphorie vielleicht denken mochte.
Die Erzählung führt nach außen, zu den anderen, und reflektiert Begegnungen und Erlebnisse des Autors. Gemeinsam mit Boris Becker erlebt er das legendäre Wimbledon-Finale, während er mit Helmut Dietl in Berlin an den Herausforderungen der Stadt scheitert. Christian Ulmen transformiert sich, und Ferdinand von Schirach schweigt in einer Schreibklausur über den kreativen Prozess. Bei einem Live-Auftritt von Madonna in L.A. erkennt der Autor die wahre Künstlichkeit der Showbiz-Welt. Ein Treffen mit Thomas Bernhard führt zur Auslöschung einer Redaktionskonferenz, während Pharell Williams den Sommerhit zum Herbstbeginn präsentiert und der Autor einen letzten Ausflug an den See macht. Zudem reflektiert er melancholisch über das Ende des bedruckten Papiers und wagt einen Selbstversuch im Tattoostudio. Die Welt wird nun bei Tageslicht betrachtet, und der Autor beobachtet, wie andere das Leben meistern. Die versammelten Texte zeichnen ein präzises Selbstporträt und suchen nach einem kollektiven Wir. Das Ergebnis ist eine Familienaufstellung und eine Heldenparade, die die Irritation des Autors über die Realität widerspiegelt: Es geht uns nicht gut – wir müssen uns alle mal irgendwo hinlegen. Nur wohin? Die Erzählung endet folgerichtig am Sunset Boulevard, dem Ursprungsort von „Panikherz“.
Das Buch hat den Anspruch, nicht weniger zu sein, als ein kleines Kunstwerk. Es ist auf jeden Fall so wie Udo: einzigartig, besonders und cool. Es ist ein Buch im Scrapbook-Design – also weniger Buch und mehr Collage mit unterschiedlichsten bildlichen Darstellungsformen: Original-Notizzettel, Bierdeckel, Notenblätter, Textentwürfe, rätselhafte Rechnungen, Zeitungsausrissen, Artefakten, Dias…
Wie sieht das Leben aus, wenn man nicht mehr trinken darf? Was erlebt man, wenn man zum Wasser greift, während die anderen sich auf ihre ganz individuellen Berauschungspfade begeben? Was hat einem die Nacht dann noch zu bieten? Benjamin von Stuckrad-Barre erzählt davon, was bleibt, wenn man nicht mehr mitmachen kann. Und wie die anderen wirken, die weiter munter dabei sind. Selten ist so verdichtet darüber geschrieben worden, wie der Umgang mit der legalen Droge Alkohol die Menschen unterscheidet und das Leben prägt. Und dann führt Benjamin von Stuckrad-Barre den Gegenversuch durch, indem er am Weltnichtrauchertag eben nicht aufhört, sondern seinen Tagesablauf als Raucher protokolliert, von der ersten Zigarette im Stehcafé über diverse Schreibtischzigaretten, Spazierganglungenzüge und die letzte spätabends auf dem Balkon. Nach dem Bestseller »Panikherz«: die B-Seite der Nacht.
»Eine brillante Erzählung über die Obsessionen unserer westlichen Kultur, ein Roman über einen fallenden Helden« DER SPIEGEL. Benjamin von Stuckrad-Barre erzählt eine Geschichte, wie man sie sich nicht ausdenken kann: Er wollte den Rockstar-Taumel und das Rockstar-Leben, bekam beides und folgerichtig auch den Rockstar-Absturz. Früher Ruhm, Realitätsverlust, Drogenabhängigkeit. Udo Lindenbergs rebellische Märchenlieder prägten und verführten ihn, doch Udo selbst wird Freund und später Retter. Und dann eine Selbstfindung am dafür unwahrscheinlichsten Ort – im mythenumrankten Hotel »Chateau Marmont« in Hollywood. Was als Rückzug und Klausur geplant war, erweist sich als Rückkehr ins Schreiben und in ein Leben als Roman. Drumherum tobt der Rausch, der Erzähler bleibt diesmal nüchtern. Schreibend erinnert er sich an seine Träume und Helden – und trifft viele von ihnen wieder, am Ende auch sich selbst. »Ein großes Buch, ein Buch, das bleiben wird, weil er sein Leben in die Waagschale geworfen hat.« taz
Deutschland ganz unten, Deutschland ganz oben – und mittendrin: Stuckrad-Barre, mit Stift, Papier und Kamera Im Jahr 2001 brachte er »Deutsches Theater« heraus, den »Fotoroman einer Gesellschaft, die nur in der Öffentlichkeit und im Rollenspiel noch zu sich selbst zu kommen vermag« (FAZ). Nun erscheint die Fortsetzung: Reportagen, Porträts, Erzählungen, Mono- und Dialoge – ein Sittengemälde unserer Zeit.Wahlkampf, Streik, Demonstrationen, Konsum, Fußball, Kino, Theater, Musik, Literatur, Mode, Stadtleben, Überlandfahrten. Politik, Kultur, Gesellschaft. Mit seinem Verfahren der teilnehmenden Beobachtung findet Stuckrad-Barre Momente der Wahrheit inmitten von Vorgängen, die genau diese verschleiern sollen. Dabei wechselt sein Blick permanent zwischen außen und innen, so dass nicht nur Erkenntnis über all die anderen Menschen, sondern auch über ihn, den Zuschauer, aufblitzt. Und so entsteht aus vielen Einzelbeobachtungen ein deutscher Klappaltar, aus vielen Texten eine Großerzählung, archäologisch blicken wir auf unsere Gegenwart: Das sind die Fragen, Personen und Orte, die uns bewegen – das sind die Bedingungen, unter denen wir leben.
Alles kann man nicht wissen, das ist allgemein bekannt. Bis zu Goethes Zeiten war das Weltwissen noch überschaubar, aber heute ist es so umfangreich, dass niemand alles wissen kann. Dennoch wird oft diskutiert, was man wissen sollte – die sogenannte Allgemeinbildung. Das Wissen eines Menschen wächst von Geburt bis Tod, doch oft fragt man sich, wozu das Wissen dient, wenn nicht für die Schule. Das Internet hat sich als ideales Medium etabliert, um Wissen zu archivieren und zu verbreiten, doch die Fülle an Informationen kann auch verwirrend sein. Es gibt kaum etwas, das nicht zu finden ist, was sowohl Staunen als auch Ratlosigkeit hervorrufen kann. Der Volksmund liefert viele Weisheiten, die im Internet verbreitet werden, und jeder hat die Möglichkeit, mitzuformulieren. Diese relative Gleichförmigkeit in der Präsentation von Informationen führt oft zu Verwirrung. Es gibt zahlreiche Wegweiser und Empfehlungen, aber auch Warnungen und Alternativen. In diesem Kontext wird die allgemeine Bildung thematisiert, nicht die Allgemeinbildung. Das Buch bietet einen Einblick in das tatsächlich Gewusste, das durch Phrasen repräsentiert wird, welche Schlüssel zu verschiedenen Menschen und Bedingungen sind. Die Phrase und die Sache sind eins, so die Aussage von Karl Kraus, und das Wissen wird durch solche Phrasen zugänglich gemacht.
Alltagsarchäologie und Gegenwartsstenographie
Remix 2 ist ein Fortsetzungsroman. Daher die 2 im Titel. Vor vier Jahren erschien Remix 1 eine Sammlung von Stuckrad-Barres besten journalistischen Texten und damit eine perfekte Ergänzung seiner erzählerischen Werke wie Soloalbum und Livealbum. Die Grenzen zwischen literarischer und journalistischer Produktion haben sich bei Stuckrad-Barre seither immer mehr verwischt. Der Autor als Jäger, Sammler und Kronzeuge. In einem Schweizer Chemielabor sucht er nach Bomben, bei Paola und Kurt Felix nach dem Geheimnis der Liebe und auf Sylt nach Gartennazis. Er fährt los, ein Kempowski-Porträt zu verfassen und archiviert dessen gerade entstehenden Tagebucheintrag zum 11.9.
Remix 2 ist eine raffinierte Textkomposition, die durch ihre Vielstimmigkeit besticht und somit Satz für Satz nach Stuckrad-Barre klingt: Den Ton unterwirft er dem Untersuchungsgegenstand, die Form folgt der Funktion: Reportagen, Duette, Erzählungen, Montagen, Protokolle, Tagebuchtexte, Experimente, Rätsel. Sie bilden ein Prisma, das scheinbar vertraute Wirklichkeiten bricht und die Welt neu ausleuchtet.
Knapp vier Dutzend Stationen umfasst Stuckrad-Barres Deutschlandreise, die geografisch von München bis Sylt reicht und thematisch von Bernhard Jagoda bis Claus Peymann reicht. Ein Höhepunkt ist ein Exkurs nach Namibia, wo Christoph Schlingensief folgt. Der Text über ihn gehört zu den besten, die je über den Apothekerssohn aus Oberhausen geschrieben wurden. Schlingensiefs Umgang mit Peinlichkeit, der zwischen Exhibitionismus und Verklemmung schwankt, wird eindringlich beschrieben. Stuckrad-Barre reflektiert dabei auch seine eigene Karriere, die wie eine Selbstinszenierung wirkt, in der er die Rollen des Medienvirtuosen und Mediendilettanten spielt. Sein polemischer Grundton ist oft spürbar, besonders wenn er Kritik übt, etwa im Kabarett. Stuckrad-Barre nimmt sein Kredo ernst, die Dinge neu zu überprüfen, was in respektvollen Texten wie dem über Manfred Krug sichtbar wird. Hier zeigt er eine fast rührende Sozialdemokratie. Auch seine Fähigkeit, polemisch zu sein, bleibt nicht unentdeckt, etwa in der Beschreibung eines Hotelzimmers. Die Frage bleibt, ob er ein talentierter Selbstdarsteller oder ein großer Reporter wird, indem er sich in seinen Texten zurücknimmt und seinen Beobachtungen vertraut. Seine Fotos ergänzen die Texte kongenial. Stuckrad-Barre hat sich, ähnlich wie Harald Schmidt, vom polemischen zum analytischen Modus entwickelt, was sich in seiner MTV-Sendung Lesezirkel zeigt.
Transkript protokolliert einen idealtypischen Abend der Blackbox-Tour von Stuckrad-Barre. Wer einmal eine Lesung von Stuckrad-Barre besucht hat, weiss, dass der Autor mitnichten nur aus seinem aktuellen Werk vorliest. Vielmehr werden Dias gezeigt, Platten aufgelegt, Ratespiele veranstaltet und Gäste auf die Bühne gebeten, mit deren Unterstützung Stuckrad-Barre Fundstücke aus dem alltäglichen Medienmüll vorträgt. Unter den Gästen: Rainald Goetz, Heike Makatsch, Lars Ricken, Wiglaf Droste u. v. m. Auf Basis der von MTV mitgeschnittenen Berliner Lesungen ist ein Text entstanden, der jedes Highlight, jeden Schnitzer, jedes Wortspiel und jeden Versprecher nachzeichnet. Das kleine Buch liest sich wie ein Theaterstück, mit Regieanweisungen und verteilten Sprechrollen.
Im Zweifelsfall ist die Blackbox die letzte Hoffnung auf der Suche nach Ursachen für Abstürze: Was hat versagt oder wer, lag es an der Technik, am Klima, oder war es menschliches Versagen? In acht Texten entwirft Benjamin von Stuckrad-Barre Tragödien unterschiedlichster Art und macht sich mittels akribischer Protokollauswertung auf die Suche nach möglichen Absturzursachen. So unterschiedlich diese Themen sind, so unterschiedlich sind die Textformen, die der Autor benutzt: Protokolle, Erzählungen, Märchen, Gedichte, Dialoge, ein Dramolett - gemeinsam ist allen Texten die Konfrontation eines sicher geglaubten Ordnungssystems mit plötzlich auftauchenden Störungen, mit Problemen, die sich als Systemfehler entpuppen, Fehler grundsätzlicher Art oder bloß in der Bedienung.
Alltag, Rausch, Fernsehen, Pop, Liebe & das Gegenteil, Produkte und Personen, Welt: das sind die Themen, derer sich der Autor in den hier versammelten Reportagen, Porträts, Kurzgeschichten, Pamphleten, Glossen, Kleinanzeigen und Lexikoneintragsvorschlägen annimmt - mal streng unsachlich, mal nüchtern, hier liebevoll, dort vorlaut. Das Buch macht Spass, der Autor nicht immer, die meisten Texte sind zwar lustig, viele aber auch böse, manche beides.
Ein Autor unterwegs mit dem eigenen Werk: Vor gerade einem Jahr hat Stuckrad-Barres Romandebüt "Soloalbum" für einiges Aufsehen gesorgt. Nur logisch nun der Titel der neuen Erzählung, die vom Lesereisen handelt: livealbum.
20 Jahre / 400.000 verkaufte Exemplare / verfilmt 2003 mit Matthias Schweighöfer und Nora Tschirner / der Urtext der End90er-Popwelle / Schulbuch und Wurfgeschoss – jetzt in einer Jubiläumsedition: mit weißem Jeanseinband. Der Ich-Erzähler, gerade mal Anfang zwanzig, ist soeben von seiner Freundin verlassen worden; nach vierjähriger Beziehung nun per Fax der Schlussstrich. Ende, aus, vorbei. Gebührend wird der Verflossenen hinterher getrauert: Er ruft sie an, legt auf, geht joggen, sucht trinkend nach schnellem Ersatz, um doch nur wieder zurückzufallen, auf sie, auf sich und auf: Oasis, Götter des Britpop. »Soloalbum« erzählt von schönen Mädchen und blöden Partys, von coolen Platten und steinewerfenden Greisen; sehnsüchtig und böse zugleich.