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Adelina Wallnöfer

    1 gennaio 1955
    Die politische Repräsentation des gemeinen Mannes in Tirol
    • Die Herausbildung der politischen Stände und die Institutionalisierung der Landtage in Tirol im ersten Viertel des 15. Jahrhunderts zeigen eine Besonderheit, die im spätmittelalterlichen Europa selten ist. Neben dem landsässigen Adel, den Prälaten und den Städten waren die ländlichen Gerichte Teil der Landschaft und prägten die Geschicke des Landes. Die Studie untersucht das Erstarken der ländlichen Gemeinden, das korporative Interagieren der Gerichtsinsassen mit den Landesherren und ihre Rolle in der Befriedung des Landes unter Friedrich IV. Diese Entwicklung führte zu einer dauerhaften Teilhabe der Gerichtsgemeinden an den Landtagen. Die Organisation der Vertretung der Gerichte und deren Einfluss auf die landschaftlichen Gremien deutet auf eine Vorwegnahme "demokratischer" Vertretungsformen hin. Während Mitglieder des Tiroler Adels, die Fürstbischöfe von Trient und Brixen sowie Klostervorsteher persönlich auf den Landtagen vertreten waren, delegierten Städte, Märkte und Gerichte gewählte und bevollmächtigte Vertreter. Der analytische und biographische Teil, der auf breiter Quellenbasis beruht, gibt Aufschluss darüber, ob allen ländlichen Bewohnern oder nur bestimmten Gruppen Einfluss und politisches Gewicht auf Landesebene eingeräumt wurde, sowie über die rechtliche, soziale und wirtschaftliche Position der Gerichtsvertreter.

      Die politische Repräsentation des gemeinen Mannes in Tirol