Die Geschichte dreht sich um die spannende Suche nach einem verschollenen Artefakt, das tief in der Vergangenheit verwurzelt ist. Der Protagonist begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, die ihn durch verschiedene Länder und Kulturen führt. Dabei begegnet er nicht nur gefährlichen Gegnern, sondern auch faszinierenden Charakteren, die ihm auf seinem Weg helfen oder ihn behindern. Themen wie Freundschaft, Verrat und die Bedeutung von Geschichte werden eindrucksvoll behandelt, während der Leser in eine packende Handlung eintaucht, die mit unerwarteten Wendungen aufwartet.
Philipp Schönthaler Libri






Vor Anbruch der Morgenröte
- 213pagine
- 8 ore di lettura
Als Joseph Paul Jernigan am 5. August 1993 hingerichtet wird – vor Sonnenaufgang, wie es das texanische Gesetz vorschreibt –, ahnt noch niemand, dass dies seine Wiedergeburt einläutet, die ewiges Leben bedeutet. Denn Jernigans Körper besitzt ideale Eigenschaften, um als erster Mensch digital rekonstruiert zu werden. Und so betritt der als Mörder Verurteilte 2002 als sein eigener Avatar den Cyberspace und wird damit zum ersten digitalen Untoten der Geschichte. Dies ist eine von sieben faszinierenden Erzählungen, in denen uns Philipp Schönthaler in eine Welt führt, die gerade im Entstehen begriffen ist. Auf seinen ersten Erzählband, der u. a. mit dem Clemens-Brentano-Preis ausgezeichnet wurde, folgt nun dieser groß angelegte Erzählzyklus, in dem er eine literarische Recherche nach den Ursprüngen unserer Gegenwart und Zukunft unternimmt. Jede der raffiniert gewebten Erzählungen ist Teil einer Archäologie des neuen Menschen, mit der Schönthaler die umwälzenden Veränderungen unserer Zeit und der ihr zugehörigen Digitalität zu verstehen versucht.
Das Schiff das singend zieht auf seiner Bahn
- 274pagine
- 10 ore di lettura
In was für einer Welt leben wir eigentlich? Philipp Schönthaler beschreibt die Herausforderungen und Zumutungen unserer alltäglichen Arbeits- und Lebenswelten. Jeder Tag ist ein Kampf um optimiertes Aussehen, optimierte Arbeitsziele, optimierte Arbeitsplätze, optimierte Berufseinstellungen. Soll man nun daran scheitern oder darüber lachen? Schönthaler entscheidet sich in diesem außergewöhnlichen Roman für den feinen, leise ironischen Blick, sanften und liebevollen Spott, geleitet von Neugier und Faszination, von Zuneigung und Verständnis. Offen bleibt nach der Lektüre, ob wir auf die Menschen in den Verhältnissen um uns oder ob wir bloß in einen Spiegel geschaut haben.
Nach oben ist das Leben offen
Erzählungen. Ausgezeichnet mit dem Clemens-Brentano-Preis 2013
- 201pagine
- 8 ore di lettura
Gipfelstürme und Abstürze prägen die Erzählungen, die von einer Bergsteigertruppe, einem tiefseetauchenden Gesprächspartner und verschiedenen Alltagsmenschen handeln. Schönthaler beleuchtet die Lebenswelt des modernen Menschen, der sowohl ausgesetzt als auch entfremdet ist. Mit hyperrealistischen Porträts und einer präzisen, dichten Erzählweise schafft er es, seine Protagonisten bis ins kleinste Detail zu erfassen. Seine formale Kühnheit und originellen Perspektiven ermöglichen eine scharfsinnige Analyse der heutigen Gesellschaft.
Schreiben oder programmieren? Philip Schönthaler erzählt die erstaunliche Geschichte der wechselhaften Beziehung zweier Tätigkeiten, in denen menschliche Selbstbestimmung und Welterschließung auf grundlegende Weise miteinander verschränkt sind - ein großes Plädoyer für die Fähigkeiten der Literatur
Wie rationale Maschinen romantisch wurden
KI, Kreativität und algorithmische Postrationalität
- 223pagine
- 8 ore di lettura
Ausgehend von Daniel Kehlmanns Reise ins Silicon Valley und seinem Versuch, mithilfe einer KI eine Erzählung zu schreiben, zeigt Philipp Schönthaler, wie die Romantik als kulturelles Deutungsschema selbst dort noch ihre Wirkmacht entfaltet, wo die Technik am fortschrittlichsten erscheinen will: in Visionen einer Singularität und Superintelligenz. Standen noch in den Sechzigerjahren der in die Gesellschaft Einzug haltende Computer als Agent von Objektivität, Transparenz und Verlässlichkeit und die »Geburt der Poesie aus dem Geist der Maschine« programmatisch für ein antiromantisches Schreiben, gelten die digitalen Techniken heute zunehmend als opak, voreingenommen, vor allem aber als kreativ. Denn längst hat sich der Gegensatz verschliffen zwischen einer natürlichen Poesie, die den Schreibakt in einem lebensweltlich verankerten Ich beginnen lässt, und einer künstlichen Poesie, die ihn in einer radikalen Abkehr davon an das Funktionsprinzip einer regelgeleiteten und rational operierenden Maschine bindet. Wie aber konnte es dazu kommen, dass die seinerzeit noch raumfüllenden Apparate der Spitzentechnologie, die wenig mit der Kultur der schönen Künste zu tun hatten, zur Blaupause des Schreibens wurden? Und was bedeutet es, dass Computer mittlerweile weniger über ihre logisch-mathematischen Funktionsweisen als über ein populärromantisches Muster rezipiert werden?
Im Silicon Valley herrscht flirrende Hitze. Der Erzähler findet sich vor den Toren des Hightechunternehmens wieder, für das er arbeitet. Überraschend und scheinbar ohne Grund erhält er keinen Zutritt zum Campus. Während er noch dabei ist, der biometrischen Fehlidentifikation auf die Spur zu kommen, verliert er die Kontrolle über seine digitale Identität. Als er realisiert, dass ihm mit ihr auch sein Leben entgleitet, strandet er in einer Tech-Community in der Wüste. Auf ihrem Gegencampus haben sich die Aussteiger um einen charismatischen Anführer versammelt. Ihr Ziel: Die globale Macht der Internetkonzerne zu brechen. »Wir müssen den Dingen einen Namen geben. Das wird eine der vorrangigen Aufgaben des 21. Jahrhunderts sein. Nur wenn es uns gelingt, Menschen und Dinge verlässlich adressierbar zu machen und in die Struktur globaler Netzwerke zu integrieren, werden wir die Grundlage schaffen, um das Zusammenleben auf dem Planeten freiheitlich zu regulieren.« - Philipp Schönthaler
