A team of 15 scholars describes each biblical manuscript in detail and explores the evolution of the Bible, as well as the medieval understanding of history that is inherent in these versions of the Bible. Also includes a glossary of important biblical terms.
Discover 50 of the most exquisite and important medieval bible manuscripts, at once art historical treasures and precious religious artifacts. Published in partnership with the Austrian National Library, this stunning collection spans every epoch of the Middle Ages, revealing both the evolution of the Bible and the shifting history of the age.
Europa am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit zwischen Wien und Konstantinopel
265pagine
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Die Regierungszeit des Matthias Corvinus (1458–1490) wird nicht nur als letzte Blütezeit des mittelalterlichen ungarischen Staates betrachtet, sondern kennzeichnet für ganz (Ostmittel)Europa eine höchst bewegte Periode des Übergangs vom Mittelalter in die Neuzeit. Die Interessen des Corvinus richteten sich sowohl nach Ost, wo er den Vormarsch der Osmanen, die 1453 Konstantinopel eingenommen hatte, aufzuhalten versuchte, als auch nach West, wo er danach strebte, Böhmen und die Habsburgischen Erblande mit Ungarn zu einer ersten „Donaumonarchie“ zu vereinen. Daneben förderte der König Kunst und Kultur, zog italienische Humanisten und einheimische Gelehrte an seinen Hof und sammelte lateinische und griechische Handschriften. Diese politischen und diplomatischen Aspekte der Herrschaft des Corvinus werden in den Beiträgen dieses Bandes gleichermaßen beleuchtet wie die religiösen und kulturellen; analysiert wird ebenso die Darstellung des Königs und seiner Epoche zum einen in westlichen, zum anderen in östlichen Quellen bis hin zur Historiographie des 19. und 20. Jahrhunderts. Mit diesem interdisziplinären Blick von Ost nach West und vice versa richtet sich der Band sowohl an die auf Westeuropa gerichtete Mediävistik als auch an die auf Osteuropa konzentrierte Mittelalter- und Byzanzforschung.
Ein Führer durch die orthodoxen und orientalischen Gemeinden
Das bunte Kaleidoskop der ostkirchlichen Gemeinden in Wien Wien ist seit Jahrhunderten nicht nur das Tor zum Orient , sondern auch die Brücke zu den dort beheimateten Religionen und Konfessionen. Mit diesem Führer werden erstmals alle ostkirchlichen Traditionen der Weltstadt Wien in einer Zusammenschau präsentiert, die die hier ansässigen 17 Kirchengemeinden und ostkirchliche Traditionen umfasst - von den Griechen, Russen, Bulgaren, Rumänen und Serben über die Kopten, Syrer, Äthiopier und Armenier bis hin zu den katholischen Ostkirchen der Melkiten, Chaldäer, Maroniten, armenischen Mechitharisten, Rumänen, Ukrainer und der beinahe unüberschaubaren Vielfalt der indischen Traditionen, die in Wien allein mit fünf verschiedenen Kirchengemeinden vertreten sind. Das Buch spannt einen kultur- und baugeschichtlichen Bogen durch die letzten Jahrhunderte und präsentiert Kirchen, die in ihrer Pracht und Ausgestaltung das Bild Wiens mitprägen.
The Ecclesiastical History of Nicephorus Xanthopoulus, written at the turn of the 14th century in 18 books, presents a unique case of Byzantine historiography; it revives the literary genre of church history, having reached a climax in late antiquity, at a time when Byzantium, under Emperor Andronikos II. Palaiologos, was religiously redefining itself after the exile in Nicaea (1204–1261) as well as the traumatic Latin occupation and dissolved the enforced church union with the Pope. Against the background of political strengthening in consequence of the recapture of the capital and the denial of religious subordination Xanthopoulos wrote a new church history from the creation of the world until the year 610 n. Chr.; it is dedicated to the “new Constantine” Emperor Andronikos II., who has preserved Byzantium from the “heresy” of the Latins. The work extensively draws from the early Byzantine predecessors and, between criticism and admiration, aims at a revised compilation in the spirit of Byzantine mimesis and emulation. In order to analyze his work and sources by internationally recognized experts of each used author, a symposium was organized in 2011 whose results are presented in these proceedings.
Das „Register des Patriarchats von Konstantinopel“, erhalten in zwei griechischen Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek, umfasst über 800 Dokumente, die zwischen 1315 und 1402 für das Patriarchat und die Synode der Bischöfe verfasst wurden. Es stellt eine der bedeutendsten Quellen für die kirchliche, politische und soziale Geschichte des Byzantinischen Reiches in seinen letzten Jahrhunderten dar. Im Jahr 2009 fand in Wien ein internationaler Kongress statt, der Experten aus dem In- und Ausland versammelte, um verschiedene Aspekte dieser Texte aus paläographischen, kodikologischen, soziolinguistischen, diplomatischen sowie kirchen-, rechts-, sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Perspektiven zu beleuchten. Die in diesem Band versammelten Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache bieten neue Einblicke in das mittelalterliche Patriarchat von Konstantinopel und sein Register. Sie verdeutlichen auch die anhaltende Bedeutung des Byzantinischen Reiches als spirituelles Zentrum in Ost- und Südosteuropa sowie im gesamten Mittelmeerraum, in einer Zeit, in der seine politische Macht bereits wenige Jahrzehnte vor der Eroberung durch die Osmanen 1453 dramatisch geschrumpft war. Der Band ist somit von großem Interesse für Byzantinisten und die Mittelalterforschung insgesamt.
Band VI der Singularia Vindobonensia widmet sich nach Band II (Iohannes Cuspinianus) wieder ausschließlich einem Humanisten und seinem kulturellen Umfeld: Johannes Sambucus, der im Umkreis des Wiener Habsburgerhofes als Vermittler und führender Exponent des transalpinen (Spät)Humanismus agierte. Die hier versammelten Beiträge gehen teils auf ein eigens auf diese Persönlichkeit konzentriertes Symposium zurück und wurden um weitere Untersuchungen von ExpertInnen ergänzt, um einen breiten Einblick in diesen prägenden Humanisten der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu geben. Der „nationalen Vielfalt“ seiner Person und seines Wirkens (geboren im damals ungarischen Tyrnavia, heute Trnava, Slowakei; Lebensmittelpunkt in Wien) wurde insofern Rechnung getragen, als an diesem Band ungarische, slowakische und österreichische WissenschafterInnen mitarbeiteten.