Zhruba přes padesát let byla západočeská lázeňská města – Karlovy Vary, Mariánské a Františkovy Lázně – přes léto centry židovského života v Evropě. Cestovali sem nejen Židé z německých a rakouských vyšších společenských vrstev, ale také chasidé z východní Evropy. Během sezóny prodávaly obchody na kolonádě noviny v jidiš i v hebrejštině, otevřeny byly košer restaurace a židovským hostům byla nabízena speciální divadelní představení. Tato oblíbená židovská centra se však nalézala v místech rostoucího nepřátelského nacionalismu. Mimo sezónu bývala stejná města občas dějištěm prudkých antisemitských konfliktů. Na rozhraní mezi kulturní, literární a lékařskou historií analyzuje Mirjam Zadoff vývoj a proměny těchto dočasných „židovských míst“ od jejich počátku na konci 19. století, přes období první světové války až do jejího konce v pozdních třicátých letech.
Mirjam Zadoff Libri






Gewalt darf nie vergessen werden: Mirjam Zadoff, Leiterin des Münchner NS-Dokumentationszentrums, versammelt Ideen für eine globale Erinnerungskultur. In heutigen Gesellschaften leben Menschen zusammen, deren Biografien durch unterschiedliche Erfahrungen von Krieg oder Diskriminierung geprägt sind – manchmal über Generationen hinweg. Können sie sich auf eine gemeinsame Erzählung verständigen? Mirjam Zadoff versteht Geschichte als Fähigkeit, Fragen der Gegenwart aus der Vergangenheit zu beantworten. Sie versammelt Beispiele aus aller Welt, wie in vielerlei Spielarten die Erinnerung an die Geschichte der Gewalt wachgehalten – oder vergessen – wird: in Italien an die Deportation der Juden, in Japan an die Zwangsprostituierten, in Johannesburg an die Opfer des Holocaust und des Kolonialismus. So knüpft sich eine globale Erinnerungskultur, die alle Menschen einschließt, in deren Leben die Geschichte eine Spur der Gewalt hinterlassen hat.
Darauf waren wir nicht vorbereitet: dass in Europa Krieg herrscht, die westliche Allianz zerbricht, Rechtsradikale Wahlen gewinnen. Es kann noch lange dauern, bis die Zeiten wieder besser werden. Was tun? Wir müssen uns engagieren, brauchen aber auch Ideen, wie wir diese harten Jahre durchstehen. Mirjam Zadoff macht ein paar Vorschläge: Wir bleiben menschlich, solidarisieren uns mit Schwächeren, schmieden ungewohnte Allianzen, öffnen unsere Türen und lesen endlich die Bücher von Hannah Arendt. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wach zu bleiben und trotzdem ein gutes Leben zu führen. Fangen wir an!
Fragile Demokratien
Was freie Gesellschaften bedroht - und was sie zusammenhält