Islam, Autoritarismus und Unterentwicklung
Ein globaler und historischer Vergleich
- 250pagine
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Warum weisen Länder mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit im Vergleich zum Weltdurchschnitt ein niedriges Maß an Demokratie und sozioökonomischer Entwicklung auf? Dieses Buch kritisiert Erklärungen, die den Islam als Ursache dieser Ungleichheit anführen, da Muslime zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert philosophisch und sozioökonomisch fortgeschrittener waren als die Westeuropäer. Auch der westliche Kolonialismus wird nicht als Hauptursache angesehen, denn bereits vor der Kolonisierung litten Muslime unter politischen und sozioökonomischen Problemen. In der frühen Geschichte der Muslime, als in Europa religiöse Orthodoxie und Militärherrschaft vorherrschten, gab es einflussreiche Denker und Kaufleute. Im 11. Jahrhundert entstand jedoch ein Bündnis zwischen orthodoxen islamischen Gelehrten (Ulema) und Militärstaaten, das allmählich die intellektuelle und wirtschaftliche Kreativität erstickte, indem es die intellektuellen und bürgerlichen Klassen marginalisierte. Dieses Bündnis behindert auch heute noch Kreativität und Wettbewerb in muslimischen Ländern. Die Rohfassung der deutschen Übersetzung wurde durch ein maschinelles Übersetzungsprogramm mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend menschlich überarbeitet, was zu einem stilistisch anderen Leseerlebnis führt.
