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Hans-Helmuth Gander

    Selbstverständnis und Lebenswelt
    Schriftenreihe der Martin-Heidegger-Gesellschaft - 3: "Verwechselt mich vor allem nicht!"
    • Wenn man nach den für die philosophische Diskussion des ausgehenden 20. Jahrhunderts noch immer einflussreichen Denkern fragt, wird man zweifelsohne Friedrich Nietzsche und Martin Heidegger eine herausgehobene Stellung einräumen. Bereits ein flüchtiger Blick auf Tendenzen und Strömungen der letzten Jahre läßt eine eminente Breitenwirkung insbesondere Nietzsches erkennen. Dabei waren es gerade auch Heideggers Interpretationen, die der Nietzsche-Rezeption in den letzten Jahrzehnten immer wieder wesentliche Impulse gegeben haben. Zudem stellt die Bedeutung Nietzsches für die Ausbildung von Heideggers eigenem Denken für die Heidegger-Forschung noch immer eine große Herausforderung dar. Im Oktober 1993 veranstaltete die Martin-Heidegger-Gesellschaft ein Symposium. Der hier angezeigte Band dokumentiert, worum es gehen sollte: kein Resümee der Heidegger-Nietzsche-Debatte, sondern neue Wege der Auseinandersetzung werden geboten und Perspektiven eröffnet, die insbesondere durch die inzwischen parallel laufenden großen Werkausgaben beider Denker sich ergeben.

      Schriftenreihe der Martin-Heidegger-Gesellschaft - 3: "Verwechselt mich vor allem nicht!"
    • Selbstverständnis und Lebenswelt

      • 402pagine
      • 15 ore di lettura

      Die Abhandlung erschließt die Grundlagen der menschlichen Selbstverständigung im Spannungsfeld von Faktizität und Geschichtlichkeit, wobei das früheste Werk Heideggers im Fokus steht, insbesondere die Vorlesungen von 1919 bis 1923/24. Hier entwickelt Heidegger eine phänomenologische Hermeneutik des faktisch-historischen Lebens. Während frühere Analysen genealogisch die Vorgeschichte von Sein und Zeit beleuchteten, wird diese Phase nun als eigenständige philosophische Position interpretiert. Heideggers Theorie des faktisch-historischen Lebens entsteht durch die hermeneutische Transformation der Husserlschen Phänomenologie, was eine eingehende Auseinandersetzung mit Husserl und Descartes erfordert, die beide das Thema „Selbst- und Weltverständnis“ im Kontext „Ich und Welt“ behandeln. Die kritische Analyse von Heideggers Frühwerk zielt darauf ab, es für die hermeneutische Gegenwartsphilosophie fruchtbar zu machen. Dies eröffnet neue Perspektiven für den Dialog mit heterogenen Ansätzen von Denkern wie Nietzsche, Gadamer, Ricoeur, Foucault, Taylor und Rorty. Ihre Bemühungen um eine „historische Ontologie unserer selbst“ führen zu einer Klärung des menschlichen Selbstverhältnisses, wobei die frühe Hermeneutik Heideggers neue Problemlösungsansätze bietet. Zudem wird die methodologisch wichtige Frage des Lesens und Schreibens von Texten als Raum für menschliches Selbst- und Weltverständnis behandelt. Die Abhandlung leistet einen syste

      Selbstverständnis und Lebenswelt