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Barbara Lütgen-Wienand

    Hugo allein auf dem Feld
    • Hugo allein auf dem Feld

      • 32pagine
      • 2 ore di lettura

      Die jahrzehntelange Arbeit mit Pflege- und Adoptivkindern zeigt, dass die Trauerarbeit oft vernachlässigt wird. Diese Kinder fühlen sich häufig wertlos, ungeliebt und unverstanden, haben jedoch keine Worte für ihre Empfindungen. Pflege- und Adoptiveltern scheuen oft davor zurück, das Thema anzusprechen, aus Angst, alte Wunden aufzureißen. Das Verhalten dieser Kinder ist oft auffällig; ihre Wut und Trauer werden hinter Aggressionen, Rückzug oder Anpassung verborgen, was es schwierig macht, ihre Trauer zu erkennen. Loyalitätskonflikte erschweren es ihnen, ihre Gefühle auszudrücken. Obwohl sie in der neuen Familie umsorgt und geliebt werden, bleibt das Gefühl von Trauer oft unerkannt. Die wenigen existierenden Bücher für solche Kinder enden oft mit der Botschaft, dass sie nun glücklich sind, was die Frage aufwirft, warum sie nicht einfach glücklich sein können. Das Buch „Hugo“ bietet den Kindern die Möglichkeit, über die kleine Maus zu sprechen, ohne ihre eigenen Gefühle direkt offenbaren zu müssen. Es dient als Einstieg, um das Thema zu erkunden und zeigt, dass es normal ist, wütend oder unglücklich zu sein. Dadurch lernen die Kinder, dass es wichtig ist, über Gefühle zu sprechen, und dass auch „negative“ Emotionen legitim sind.

      Hugo allein auf dem Feld