Goethe verfasste die „Römischen Elegien“ nach seiner Rückkehr von der Italienischen Reise zwischen 1788 und 1790. Die Gedichte thematisieren die Liebe, das Verlangen und die Schönheit, inspiriert von der italienischen Kultur und Landschaft. Sie sind geprägt von einer tiefen emotionalen Intensität und einer sensiblen Auseinandersetzung mit der menschlichen Natur. Die Elegien reflektieren Goethes persönliche Erfahrungen und seine philosophischen Überlegungen zur Kunst und zur Beziehung zwischen Mensch und Natur. Einige Gedichte wurden aufgrund ihrer erotischen Freizügigkeit zurückgehalten, was zu einer kontroversen Diskussion über die Grenzen der Dichtung führte. Goethe überarbeitete die Gedichte für die Ausgabe von 1800 in metrischer Hinsicht, wobei er Unterstützung von August Wilhelm Schlegel erhielt. Die „Römischen Elegien“ sind ein bedeutendes Werk der deutschen Literatur und zeigen Goethes Meisterschaft im Umgang mit Sprache und Form.
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Goethe-Handbuch. Band 1
- 589pagine
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Band 1 des Goethe-Handbuchs enthalt Uberblicksdarstellungen zu Goethes lyrischem Oeuvre und zu den verschiedenen Lebensabschnitten, in denen es entstand. In einzelen Artikeln chronologisch gruppiert, werden auerdem rund 100 ausgewahlte Gedichte sowie Zyklen, Sammlungen und die Versepen behandelt.