Alain crea narrazioni che approfondiscono temi esistenziali e la psicologia umana, impiegando uno stile di scrittura minimalista e introspettivo. Le sue opere sono spesso caratterizzate da profonde riflessioni sul senso della vita, sulle relazioni interpersonali e sulla ricerca del sé. I lettori apprezzano la sua capacità di penetrare nella vita interiore dei personaggi, rivelando verità umane universali attraverso circostanze apparentemente ordinarie. La sua prosa è lodata per la sua precisione e risonanza emotiva.
In diesem Roman von Alain Claude Sulzer werden existenzielle Fragen über Freundschaft, (Homo-)Sexualität und Kunst anhand der Lebensgeschichten zweier Männer untersucht. Während einer als Künstler nach New York strebt, kehrt der andere nach Jahren zurück und entdeckt die faszinierenden Werke seines verstorbenen Freundes, die nun gefeiert werden.
Paris im 19. Jahrhundert: Die Brüder Goncourt beobachten alle, die in Frankreich Rang und Namen haben. Aber sie übersehen das Drama im eigenen Haus. Jules und Edmond de Goncourt teilen alles: das Haus, die Gedanken, die Arbeit, die Geliebte. Zu zweit besuchen sie Flaubert und Zola, gehen in Ausstellungen und Restaurants mit Freunden und Bekannten. Und danach lästern sie über alle, die sie getroffen haben, in einem geheimen Tagebuch, das sie gemeinsam führen. Sie werden berühmt-berüchtigt für ihren Blick, dem angeblich nichts entgeht, und ihre spitze Feder, die alles notiert. Nur das Schicksal von Rose, ihrer Haushälterin, bleibt ihnen fremd … Alain Claude Sulzers großartiges Zeit- und Sittengemälde über das Paris des 19. Jahrhunderts hat die Presse begeistert, in Deutschland, Österreich und der Schweiz. »Wie elegant Sulzer erzählt, wie souverän er seinerseits das Leben der Brüder beobachtet, das ist von großer Meisterschaft, sehr heutig und doch mit der Raffinesse und Feinheit alter Meister. […] Ein intelligentes, unterhaltendes und ganz besonderes Buch.« Elke Heidenreich
»Fein, fast altmodisch, sehr genau und hinreißend erzählt« Elke Heidenreich, WDR. Es ist das Jahr 1968, und die Welt des Schaufensterdekorateurs Stettler beginnt zu bröckeln. Jahrzehntelang lebt und arbeitet er nun schon für das alteingesessene Quatre Saisons, als ihm überraschend ein jüngerer Kollege zur Seite gestellt wird – ein Rivale, ein avisierter Nachfolger, ein Feind! Stettler ist entsetzt. Die jungen Leute tragen Bluejeans und wissen nicht mehr, was sich gehört. Am Münsterturm hängt auf einmal eine Vietcong-Fahne. Immer mehr fühlt er sich bedroht, spioniert dem Rivalen sogar nach, sinnt auf Rache. Allein mit einer von ihm bewunderten Radiopianistin, Lotte Zerbst, wechselt er Briefe und fühlt sich nicht so verloren. Er hofft sogar auf eine Begegnung …
Anrührend, urkomisch und abgründig traurig beschreibt Alain Claude Sulzer eine normale Jugend in einem Vorort. In einem Erinnerungsmosaik der 60er- und 70er-Jahre stehen Nostalgie und stilles Grauen nah beieinander. Der Schauplatz ist Riehen, ein Vorort von Basel, wo das Leben von zugezogenen Gardinen geprägt ist, in dem Scheidungen unbekannt sind und Frauen am Steuer für Aufsehen sorgen. Sulzer wächst als einer von drei Söhnen einer französischsprachigen Mutter auf, die kaum Deutsch spricht, und eines Vaters, dessen Stolz ein avantgardistisches Haus ist, das in einer Architekturzeitschrift gefeiert wird – trotz der undichten Flachdächer und der unzufriedenen Familie.
In kurzen Erinnerungsblitzen schildert Sulzer seine Jugend, geprägt von komischen und scharfsinnigen Beobachtungen. Er erzählt von seinem Ballettunterricht, wo er als einer der wenigen Jungen bald ausgeschlossen wird, als Gerüchte über den Choreografen aufkommen; von Fräulein Zihlmann, die sich von Alains Vater zur Arbeit mitnehmen lässt und von der Mutter mit stillem Hass verfolgt wird; und von Ausflügen in die zwielichtige Welt des Theaters sowie einer gescheiterten Flucht nach Paris. Sulzers Erinnerungen sind hinreißend und bieten einen Blick auf die skurrilen Aspekte seiner Kindheit.
Erst wer alles verliert, wird innerlich frei Lionel Kupfer, umschwärmter Filmstar der frühen Dreißigerjahre, muss während eines Aufenthalts in der Schweiz erkennen, dass er als Jude in Deutschland unerwünscht ist. Der Vertrag für seinen nächsten Film wird aufgelöst. Die schlechte Nachricht überbringt ihm ausgerechnet Eduard, sein Liebhaber, dessen gefährliche Nähe zu den neuen Machthabern immer offenkundiger wird. Lionel Kupfer ist gezwungen, zu emigrieren. Innerhalb einer Zeitspanne von fünfzig Jahren begegnen wir Menschen unterschiedlicher Herkunft, deren Wege sich kreuzen, die sich manchmal für wenige Tage sehr nahekommen, um dann wieder auseinandergerissen zu werden. Doch obwohl sie sich aus den Augen verlieren, vergessen sie einander nicht. »Mit Verlaub – dies ist ein Meisterwerk!« Basler Zeitung
Ein großer Schweizer Romancier entfaltet einen Bilderbogen der Stadt Basel und ihres Umlands: wie sich die Stadt entwickelt hat, welches Lebensgefühl sie vermittelt und warum: Daig, Mäzene, Chemie, die Fasnacht, Schwimmen im Rhein und wo es am Ufer am schönsten ist - dieses Buch ist ein Leckerli!
Dieses Konzert wird ihr Leben verändern! Ein grandioser polyphoner Roman über die bizarren Wendungen des Schicksals, über Zufall und die Eingebung, etwas zu ändern. Mitten in einer atemberaubenden Interpretation der Hammerklaviersonate bricht der international gefeierte Starpianist Marek Olsberg abrupt sein Spiel ab. Mit den Worten »Das war’s« schließt er den Klavierdeckel und verlässt den Saal. Olsbergs unvorhergesehene Tat wird nicht nur sein eigenes Leben beeinflussen. Auch Olsbergs Agent hat mit seinem neuen Freund bereits während der Anreise zur Philharmonie Streit. Sophie erkennt während des Konzerts, dass ihre letzte Liebe nun mit ihrer Nichte Klara zusammen ist, was sie dazu bringt, ein Gläschen zu viel zu trinken. Esther möchte ihre frisch geschiedene Freundin mit dem Olsberg-Konzert aufmuntern, muss aber bei der vorzeitigen Rückkehr feststellen, dass ihr Mann nicht zu Hause ist – dafür aber sein Handy mit einer seltsamen Nachricht seiner Assistentin. Alain Claude Sulzer entfaltet in diesem bewegenden Roman eine Vielzahl menschlicher Schicksale auf engstem Raum. Ein Werk voller unerwarteter Wendungen und existenzieller Tiefe, das zeigt, wie das abgebrochene Klavierspiel das Leben aller Anwesenden in Bewegung bringt.
Wer zur falschen Zeit den Falschen liebt … Die Uhr am Handgelenk seines Vaters weckt plötzlich das Interesse eines siebzehnjährigen Jungen. Das Foto, auf dem der Vater die Uhr trägt, stand jahrelang unbeachtet im Regal. Da er seinen Vater nicht kannte und die Mutter ungern über ihn sprach, wird seine Neugier geweckt. Auf dem Bild, das von einem professionellen Fotografen stammt, steht die Uhr auf Viertel nach sieben – eine seltsame Zeit für ein Fotoshooting. Der Junge beschließt, dem Rätsel nachzugehen. Auf der Rückseite des Porträts findet er eine Pariser Adresse und entdeckt, dass der Fotograf sein mysteriöser Patenonkel ist, der sich seit seiner Taufe nie gemeldet hat. Ohne seine Mutter oder den Stiefvater einzuweihen, hebt er sein gesamtes Geld ab, hinterlässt einen kurzen Abschiedsbrief und reist nach Paris. Dort entdeckt er die wahre Geschichte seines Vaters, die sein Weltbild erschüttert. Mit großer Dezenz und der Wucht einer griechischen Tragödie entfaltet der Autor die Geschichte eines Mannes, der an sich selbst und den Zeitumständen scheitert. Er erkennt, dass die Heirat mit seiner Frau, die ihm einst wie eine Rettung erschien, ein Fehler war, und dass er sie betrügen muss, um die wahre Liebe seines Lebens zu leben.
Avant la chute du communisme, Leo, un étudiant qui a fui un pays de l'Est, est accueilli en Suisse par un couple et s'installe dans leur maison de banlieue. Martha, une mère de famille de trente-quatre ans, accepte de lui donner gracieusement des cours d'allemand. Dans cette langue qu'il maîtrise à peine, il s'entend avouer pour la première fois qu'il a abandonné sa fiancée au pays. Mais cette trahi-son n'est qu'un début. Alors qu'il est devenu l'amant de son professeur, il prend en secret des cours d'anglais pour pouvoir rejoindre son frère au Canada. Cet amour qui est pour Martha une révélation et qui va bouleverser sa vie n'est pour lui qu'un bonheur fugitif, qui n'a pas de place dans ses rêves d'avenir. Pour Alain Claude Sulzer, l'amour est inséparable de la trahison, car il y en a toujours un qui aime plus que l'autre. Mais le roman dénonce aussi l'égoïsme inséparable de celui qui émigre. Obnubilé par le but qu'il s'est fixé, il utilise froidement tous ceux qui l'aident sans se préoccuper de leurs sentiments.
Dans la Suisse des années 1960, Ernest, un serveur, doit faire face aux dangers de son homosexualité dans un contexte homophobe. Son histoire d'amour vieille de trente ans ressurgit, révélant les défis d'une vie marquée par le secret et la douleur. Prix Médicis étranger 2008.
Die Opernsängerin Anna Sutter, deren berühmteste Rolle die »Carmen« ist, wird von einem verschmähten Liebhaber getötet, der richtet sich gleich darauf selbst, während im Schrank der wirkliche Liebhaber Zeuge der Tat wird. Wüste Erfindung? Nein, Alain Claude Sulzers Novelle beruht auf einer wahren Begebenheit. Er hat dieses Drama recherchiert und um einige Vermutungen erweitert.