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Kornelia Imesch

    1 gennaio 1957
    Kultur nicht verstehen
    Magnificenza als architektonische Kategorie
    Horizonte : Beiträge zu Kunst und Kunstwissenschaft
    • Magnificenza kann für die frühe Neuzeit als Schlüsselbegriff bezeichnet werden, in dem sich sakrale, ästhetische und sozial-ethische Aspekte wechselseitig durchdringen. Sie diente der ästhetischen Vermittlung eines anspruchsvollen Kulturprogramms. Großartigkeit fand ihren Ausdruck in einem architektonischen Stil mit nationalen und politischen Bezügen, und sie war ein wesentlicher Bestandteil des patriarchalen, sakral konnotierten hierarchischen Ordnungs- und Machtsystems. In Magnificenza artikulierte sich deshalb ein spezifisches Gesellschaftsverständnis und ein individueller ebenso wie familiärer Selbstanspruch, mit ihr ließen sich politische und ideologische Standpunkte vermitteln. Dieser umfassenden Bedeutung des ursprünglich aristotelischen Konzepts in Venedig trägt die Arbeit in Titel und inhaltlicher Ausrichtung Rechnung. Sie untersucht erstmals systematisch die Relevanz des antiken Begriffs für die venezianischen Villen Andrea Palladios und Vincenzo Scamozzis. Anhand von Architekturtraktaten und anderen Schriften der Zeit und geplanten oder realisierten Bauten wird die komplexe, eminent rhetorisch ausgerichtete Auseinandersetzung beider Architekten mit Magnificenza in Theorie und Praxis dargelegt und in den Kontext von Staatsverständnis, Kultur- und Wirtschaftspolitik, Auftraggeberschaft, Baupraxis und ideal sowie der Wohndisposition nach Geschlechtern gestellt.

      Magnificenza als architektonische Kategorie
    • Kultur nicht verstehen

      • 347pagine
      • 13 ore di lettura

      Für gewöhnlich versteht man die Welt, in der man lebt. Man kommt zurecht, auch wenn man im Einzelnen manches nicht versteht. Das ist in der Regel kein Problem – aber gelegentlich wird es zum Problem. Und das kann Folgen haben, bis dahin, dass man „die Welt nicht mehr versteht“, oder dass sich der Verdacht regt, unterhalb unseres Verstehens gähne der Abgrund des eigentlich gar nichts Verstehens? Ist „zu verstehen“ nur eine Gewohnheit, die uns lieb geworden ist? In den vorliegenden Beiträgen wird „Nicht Verstehen“ aus verschiedenen Perspektiven angegangen: jenen von Literaturwissenschaft, Philosophie, Religionsphilosophie, Wissenschaftstheorie, Theologie, Kunst-, Film- und Medienwissenschaften, Kulturwissenschaft und Psychologie.

      Kultur nicht verstehen