Musik, Tanz, Körperlichkeit, Sexualität - das beschäftigte junge Mädchen auch schon vor 200 Jahren. Besonders Mädchen der Oberschicht prägten dabei Moden und Ideale, die das Mädchenbild bis in die Gegenwart bestimmen. Irene Hardach-Pinke porträtiert das Leben junger Mädchen im 18. und 19. Jahrhundert in der Zeit zwischen Kindheit und Ehe, Anpassung und Eigensinn. Sie beschreibt, wie die Mädchen angesichts strenger gesellschaftlicher Vorgaben wie Keuschheitsgebot und Heiratszwang mit ihren Gefühlen und Freiheitsbestrebungen umgingen. Anhand von zeitgenössischen Dokumenten rekonstruiert die Autorin die Programme für die Jugendzeit von Frauen und ihre Umsetzung im Alltagsleben.
Irene Hardach Pinke Libri





Kinderalltag
- 379pagine
- 14 ore di lettura
Die Soziologin Irene Hardach-Pinke führt mit ihrem Buch zurück in die Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts, als Frauen gebildeter Stände aufbrachen, um sich unter oft widrigen Umständen einen Platz im Berufsleben zu erobern. Sie mußten lernen, allein zu reisen, ihre Arbeitsbedingungen auszuhandeln, sich gegenüber der besser ausgebildeten männlichen Konkurrenz zu behaupten. Die Autorin benutzte verschiedene Quellen: Lebenserinnerungen und Briefe, Verwaltungsakten und literarische Zeugnisse.