Stephan Braese Ordine dei libri





- 2024
- 2020
Studien zur deutschsprachig-jüdischen Literatur und Kultur
Standortbestimmungen eines transdisziplinären Forschungsfeldes
- 346pagine
- 13 ore di lettura
Transdisziplinäre Zugänge zu deutschsprachig-jüdischer Literatur und Kultur Die Beiträge des Bandes vermessen paradigmatisch und mittels transdisziplinärer Zugänge das Forschungsfeld der deutschsprachig-jüdischen Literatur und Kultur. Sie entwerfen neue Sichten auf die heterogene und reiche europäisch-jüdische kulturelle Produktion.Der Band befasst sich mit vier Themenkomplexen: den Dimensionen des Europäischen, außertextuellen und medialen Formen der Repräsentation jüdischer Erfahrung, Fragen der kulturellen Übersetzung und Raumkonzeptionen.Damit entsteht ein Dialog zwischen Jüdischen Studien, Germanistik, Kulturwissenschaften, Komparatistik und Geschichtswissenschaft, der für aktuelle Forschungsfelder wie Migrationsliteratur, Weltliteratur, Translation etc. Impulse liefert.
- 2016
Anlässlich des 100. Geburtstags von Wolfgang Hildesheimer am 9. Dezember 2016 erscheint die erste umfassende Biographie eines der bedeutendsten Autoren nach 1945. Hildesheimer gilt als zentrale Stimme des politisch engagierten Bürgertums und verließ 1933 Deutschland, um in England und Palästina zu leben. Nach dem Krieg war er Simultandolmetscher bei den Nürnberger Prozessen und trat der Gruppe 47 bei. Stephan Braese beleuchtet Hildesheimers biografische Stationen und setzt sein Werk in den Kontext historischer und kultureller Diskurse. Seine multikulturelle Erfahrung, das Bekenntnis zur Psychoanalyse und die Verschmelzung von Literatur, Musik und bildender Kunst prägten sein einzigartiges künstlerisches Schaffen. Hildesheimers öffentliche Stellungnahmen zu kontroversen Themen zeigen ihn als engagierten Bürger und Intellektuellen. Die Biographie wertet zahlreiche bisher ungedruckte Quellen aus und bietet ein Porträt der alten Bundesrepublik, insbesondere ihrer kulturellen und politischen Verhältnisse. Braese verdeutlicht, dass Hildesheimers Wirken von dem Bestreben geprägt war, den Bruch zwischen deutscher Kultur und internationalen Entwicklungen während der NS-Zeit zu überwinden.
- 2015
NS-Medizin und Öffentlichkeit
- 345pagine
- 13 ore di lettura
Die Selbstaufklärung der bundesrepublikanischen Gesellschaft über die Geschichte der NS-Medizin stieß auf enorme Widerstände und Aporien. Dieses Buch zeigt auf, wie neben kritischen Ärzten und Medizinhistorikern auch zahlreiche Schriftsteller versuchten, die deutsche Öffentlichkeit über dieses dunkle Kapitel aufzuklären. Die Beiträge zeichnen die Jahrzehnte währenden Konflikte in Fachgesellschaften und Universitäten nach und illustrieren, wie seit den 1960er Jahren Autoren wie Rolf Hochhuth, Peter Weiss, Marcel Beyer und Hans-Ulrich Treichel NS-Medizinverbrechen und ihre Täter literarisch an den Pranger stellten.
- 2015
Meine Sprache ist Deutsch
Deutsche Sprachkultur von Juden und die Geisteswissenschaften 1870–1970
- 290pagine
- 11 ore di lettura
In den sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelnden ›Geisteswissenschaften‹ spielten jüdische Gelehrte eine wichtige Rolle. Die Begegnung einer in über 100 Jahren entwickelten deutschen Sprachkultur von Juden mit einer neuen Formation des Wissens führte die beteiligten jüdischen Wissenschaftler dabei in eine ambivalente Situation: Einerseits erschien das Verstehen von Geist und Kultur ein Weg zur oft ersehnten Integration, andererseits wurde dieser Geist oft selbst national besetzt und schloss eine spezifisch jüdische Sprachkultur latent oder auch manifest aus. Diese prekäre Lage erwies sich kulturell und wissenschaftlich als außerordentlich produktiv und kann als entscheidender Faktor für den zentralen Beitrag jüdischer Wissenschaftler zur Erfolgsgeschichte der Geisteswissenschaften gelten. An dieser Geschichte zeichnet sich nicht nur besonders deutlich die spezifische Problematik jüdischen Sprechens in Deutschland ab, sie eröffnet auch Perspektiven auf die historischen wie aktuellen Potentiale und Grenzen der Geisteswissenschaften.