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Gabriele Dürbeck

    Handbuch Postkolonialismus und Literatur
    Wahrnehmung der Natur, Natur der Wahrnehmung
    Einbildungskraft und Aufklärung
    • Einbildungskraft und Aufklärung

      Perspektiven der Philosophie, Anthropologie und Ästhetik um 1750

      Die Arbeit untersucht, wie die Einbildungskraft als Vermögen zwischen Empfindung und Verstand in der Moralphilosophie, Psychologie, Physiologie, Anthropologie, Ästhetik und Poetik des späten 18. Jahrhunderts thematisiert wurde. Der Prozess wird unter Rückgriff auf frühaufklärerisches Schrifttum (Malebranche, Shaftesbury, Thomasius-Schule, Wolff) in begriffs-, wissens- und wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive rekonstruiert. Ein Schwerpunkt liegt auf der vordisziplinären Anthropologie der Aufklärung, wobei die Aufwertung der 'unteren Seelenkräfte' eine Neukonzeption des psychophysiologischen Zusammenhangs erfordert. Der Hallesche Diskussionskontext von Medizin und Philosophie um 1750 spielt eine zentrale Rolle: In der Kontroverse zwischen animistischen und mechanistischen Modellen der Empfindung wurden die psychische Wirksamkeit der Einbildungskraft auf den Körper und ihre physiologische Determinierbarkeit erörtert. Besonders problematisch war die potenziell ausschweifende, regellose Wirkung der Einbildungskraft, die an Traum, Schwärmerei und Wahnsinn analysiert wurde. Die daraus resultierende Forderung nach Kontrolle der Assoziation der Ideen erstreckte sich auch auf eine vermögenspsychologisch fundierte Ästhetik und Poetik, die die Verbesserung der Einbildungskraft durch sinnlich-ästhetische Erziehung zum Ziel hatte.

      Einbildungskraft und Aufklärung
    • Das Handbuch bietet erstmals einen umfassenden interdisziplinären Überblick über die postkoloniale Theorie und Forschung in den Literatur- und Kulturwissenschaften. Es verbindet die Einführung in das Thema mit einer kritischen Zwischenbilanz zu diesem internationalen Forschungsfeld. Auf einen Theorieteil und die lexikalische Darstellung von postkolonialen Grundbegriffen folgen Artikel zur Literatur-, Kultur- und Mediengeschichte des Kolonialismus und Postkolonialismus in den betroffenen Kulturräumen sowie ein Anhang mit historischen Überblicken zu einzelnen Ländern und weiterführenden Informationen. Das Handbuch richtet sich an wissenschaftliche Leserinnen und Leser und bietet Ansatzpunkte für künftige Forschung, soll aber auch für Studierende und interessierte Laien eine verlässliche Basis zur Auseinandersetzung mit der europäischen Kolonialgeschichte, ihren kulturellen Resonanzen und ihrer postkolonialen Aufarbeitung in Literatur und Kultur bereitstellen.

      Handbuch Postkolonialismus und Literatur