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Tagebuch 1910 - 11

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In bestimmten Lebensphasen scheinen latente Spannungen zu wachsen und die Zukunft vorzuzeichnen. Für Lukács war dies zwischen April 1910 und Dezember 1911, als er die deutsche Ausgabe seines bedeutendsten Werkes vorbereitete. Die Essays dieses Buches erzählen in verschlüsselter Form von seiner zarten und quälenden Liebe zu Irma Seidler und sind Teil eines langen Dialogs mit seinem Freund Leo Popper. Tragischerweise nimmt sich Irma das Leben und Leo stirbt an Tuberkulose. Vor diesen Ereignissen notiert Lukács in seinem Tagebuch: „Wenn ich in die Zukunft blicke, sehe ich eine große graue Wüste.“ In einem begleitenden Essay hat Massimo Cacciari die „Metaphysik der Jugend“ skizziert, die dem Text Ton und Intensität verleiht und ihn mit dem Klima von Weininger oder Michelstaedter verbindet. Cacciari nutzt diese Gelegenheit, das lebendige Budapest dieser Jahre neu zu entdecken und die Schriften des jungen Lukács nicht mehr als „impressionistisch“ zu lesen. Hier offenbart sich ein großer Essayist, der einen Großteil seines Lebens damit verbringen sollte, sich selbst zu bestrafen.

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Tagebuch 1910 - 11, György Lukács

Lingua
Pubblicato
1991
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(Copertina rigida)
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Titolo
Tagebuch 1910 - 11
Lingua
Tedesco
Pubblicato
1991
Formato
Copertina rigida
ISBN10
392266024X
ISBN13
9783922660248
Serie
Valutazione
5 su 5
Descrizione
In bestimmten Lebensphasen scheinen latente Spannungen zu wachsen und die Zukunft vorzuzeichnen. Für Lukács war dies zwischen April 1910 und Dezember 1911, als er die deutsche Ausgabe seines bedeutendsten Werkes vorbereitete. Die Essays dieses Buches erzählen in verschlüsselter Form von seiner zarten und quälenden Liebe zu Irma Seidler und sind Teil eines langen Dialogs mit seinem Freund Leo Popper. Tragischerweise nimmt sich Irma das Leben und Leo stirbt an Tuberkulose. Vor diesen Ereignissen notiert Lukács in seinem Tagebuch: „Wenn ich in die Zukunft blicke, sehe ich eine große graue Wüste.“ In einem begleitenden Essay hat Massimo Cacciari die „Metaphysik der Jugend“ skizziert, die dem Text Ton und Intensität verleiht und ihn mit dem Klima von Weininger oder Michelstaedter verbindet. Cacciari nutzt diese Gelegenheit, das lebendige Budapest dieser Jahre neu zu entdecken und die Schriften des jungen Lukács nicht mehr als „impressionistisch“ zu lesen. Hier offenbart sich ein großer Essayist, der einen Großteil seines Lebens damit verbringen sollte, sich selbst zu bestrafen.