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Nicolas Berg untersucht die Herausforderungen der westdeutschen Geschichtswissenschaft im Umgang mit dem Holocaust. Er verdeutlicht, dass das Verhältnis der deutschen Nachkriegshistoriographie zur NS-Judenvernichtung nur im Zusammenspiel von Geschichte und Gedächtnis verstanden werden kann. Berg erweitert den historiographischen Ansatz um die Gedächtnisgeschichte und analysiert nicht nur den Wissensstand über die Jahrzehnte, sondern auch dessen Historizität und Wandel. Im Mittelpunkt steht der sich verändernde Begriff von „Auschwitz“ in der westdeutschen Geschichtswissenschaft vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur heutigen Diskussion. Dabei werden Spannungen zwischen verschiedenen Generationen sowie Debatten über geeignete Theorien, Methoden und Begriffe beleuchtet. Neben kanonisierten Schlüsselschriften fließen auch lebensgeschichtliche Texte wie Briefe, Tagebücher, Erinnerungen und Autobiografien ein, viele davon aus Archiven. Die Studie zeigt, dass es hinter der deutschen Geschichtserinnerung an den Holocaust eine jüdische Außenseiter-Perspektive gab, deren wissenschaftlicher Wert lange Zeit nicht anerkannt wurde, was besonders an der Ablehnung der Arbeiten von Joseph Wulf deutlich wird, die hier erstmals rehabilitiert werden. 3. durchgesehene Auflage mit Personenregister.
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Der Holocaust und die westdeutschen Historiker, Nicolas Berg
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- 2003
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