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Famose Kerle

Eulenburg - eine wilhelminische Affäre

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Im preußisch-zackigen Kaiserdeutschland wurde offen über Homosexualität in höchsten Kreisen diskutiert, was im Vergleich zu späteren Affären wie Kießling und Wowereits Selbst-Outing harmlos erscheint. Die Karikaturen aus „Simplicissimus“ und „Wahrer Jacob“ zeigen Soldaten mit Handtäschchen und Spitzenpolitiker in kompromittierenden Situationen, was heutzutage unvorstellbar wäre. Der Journalist Peter Jungblut hat sich intensiv mit dem Eulenburg-Skandal auseinandergesetzt, der das Wilhelminische Kaiserreich erschütterte. Eulenburg, ein Landadliger und „einziger Busenfreund des Kaisers“, erlangte durch seine musikalischen Talente und familiäre Verbindungen zu Bismarck Einfluss und Privilegien. Jungblut schildert die tragikomische Geschichte seines Aufstiegs und Falls, beginnend mit der Pressekampagne des kriegsbegeisterten Journalisten Maximilian Harden, der Eulenburg und seine Freunde als Weichlinge und Frankreich-Fans diffamierte. Aus politischer Intrige entstand eine Schlammschlacht mit Denunziationen, Duellen und geheimen Dossiers. Urbayerische Zeugen und skurrile Charaktere wie ein Wiener Bademeister und schwule Offiziere tragen zur Aufklärung bei. Jungblut verwandelt das Material in eine rosarote Preußen-Revue und beleuchtet die verheerenden Auswirkungen des Skandals auf die damalige Schwulenszene.

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Famose Kerle, Peter Jungblut

Lingua
Pubblicato
2003
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(Copertina rigida)
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Titolo
Famose Kerle
Sottotitolo
Eulenburg - eine wilhelminische Affäre
Lingua
Tedesco
Pubblicato
2003
Formato
Copertina rigida
ISBN10
3935596219
ISBN13
9783935596213
Serie
Descrizione
Im preußisch-zackigen Kaiserdeutschland wurde offen über Homosexualität in höchsten Kreisen diskutiert, was im Vergleich zu späteren Affären wie Kießling und Wowereits Selbst-Outing harmlos erscheint. Die Karikaturen aus „Simplicissimus“ und „Wahrer Jacob“ zeigen Soldaten mit Handtäschchen und Spitzenpolitiker in kompromittierenden Situationen, was heutzutage unvorstellbar wäre. Der Journalist Peter Jungblut hat sich intensiv mit dem Eulenburg-Skandal auseinandergesetzt, der das Wilhelminische Kaiserreich erschütterte. Eulenburg, ein Landadliger und „einziger Busenfreund des Kaisers“, erlangte durch seine musikalischen Talente und familiäre Verbindungen zu Bismarck Einfluss und Privilegien. Jungblut schildert die tragikomische Geschichte seines Aufstiegs und Falls, beginnend mit der Pressekampagne des kriegsbegeisterten Journalisten Maximilian Harden, der Eulenburg und seine Freunde als Weichlinge und Frankreich-Fans diffamierte. Aus politischer Intrige entstand eine Schlammschlacht mit Denunziationen, Duellen und geheimen Dossiers. Urbayerische Zeugen und skurrile Charaktere wie ein Wiener Bademeister und schwule Offiziere tragen zur Aufklärung bei. Jungblut verwandelt das Material in eine rosarote Preußen-Revue und beleuchtet die verheerenden Auswirkungen des Skandals auf die damalige Schwulenszene.