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Aufgenommen

Leben mit Down-Syndrom

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Vor zwanzig Jahren erlebte ich in Frankreich einen Schock, als ich in einen Speisesaal voller behinderter Jugendlicher trat und sofort wieder hinausging. Ein Jahr zuvor bat mich eine Selbsthilfegruppe von Eltern mit Kindern mit Down-Syndrom in Kärnten, Fotos für ein Buch zu machen. Dabei stieß ich auf viele Vorurteile; viele, die von meinem Projekt hörten, bedauerten mich und kannten keine Kinder mit Down-Syndrom. Ein Nobelpreisträger äußerte, dass man Menschen nur lieben könne, wenn sie „menschlich“ seien, was seiner Meinung nach bei Kindern mit Down-Syndrom nicht zutreffe. Doch ich erlebte eine Welt voller Liebe. Ich hatte die Gelegenheit, 43 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu beobachten und zu fotografieren. Anfangs waren sie vorsichtig, doch bald zeigten sie sich offen, fröhlich und vielfältig in ihrer Persönlichkeit. Für die Eltern dieser Kinder ist es wichtig, selbstbewusst zu sein, da sie oft mit Vorurteilen konfrontiert werden. Auch wir müssen lernen, diese Kinder zu akzeptieren. Das Buch bietet einen direkten Blick auf die Realität: „So ist es.“ Ich wünsche mir, dass zukünftige Generationen nicht mehr schockiert einen Speisesaal verlassen, sondern sich mit Menschen mit Beeinträchtigungen an einen Tisch setzen können.

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Aufgenommen, Angelika Kampfer

Lingua
Pubblicato
2003
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(Copertina rigida)
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Titolo
Aufgenommen
Sottotitolo
Leben mit Down-Syndrom
Lingua
Tedesco
Editore
Böhlau
Pubblicato
2003
Formato
Copertina rigida
ISBN10
3205771761
ISBN13
9783205771760
Serie
Descrizione
Vor zwanzig Jahren erlebte ich in Frankreich einen Schock, als ich in einen Speisesaal voller behinderter Jugendlicher trat und sofort wieder hinausging. Ein Jahr zuvor bat mich eine Selbsthilfegruppe von Eltern mit Kindern mit Down-Syndrom in Kärnten, Fotos für ein Buch zu machen. Dabei stieß ich auf viele Vorurteile; viele, die von meinem Projekt hörten, bedauerten mich und kannten keine Kinder mit Down-Syndrom. Ein Nobelpreisträger äußerte, dass man Menschen nur lieben könne, wenn sie „menschlich“ seien, was seiner Meinung nach bei Kindern mit Down-Syndrom nicht zutreffe. Doch ich erlebte eine Welt voller Liebe. Ich hatte die Gelegenheit, 43 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu beobachten und zu fotografieren. Anfangs waren sie vorsichtig, doch bald zeigten sie sich offen, fröhlich und vielfältig in ihrer Persönlichkeit. Für die Eltern dieser Kinder ist es wichtig, selbstbewusst zu sein, da sie oft mit Vorurteilen konfrontiert werden. Auch wir müssen lernen, diese Kinder zu akzeptieren. Das Buch bietet einen direkten Blick auf die Realität: „So ist es.“ Ich wünsche mir, dass zukünftige Generationen nicht mehr schockiert einen Speisesaal verlassen, sondern sich mit Menschen mit Beeinträchtigungen an einen Tisch setzen können.