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Zur Deutungsmacht der Biowissenschaften

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  • 210pagine
  • 8 ore di lettura

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Wenn X den Y erschlägt, ist X schuld, es sei denn, er war gezwungen zu handeln. Die Neurowissenschaften legen nahe, dass menschliches Verhalten durch vorhergehende Hirnzustände bestimmt wird, was die Frage aufwirft, ob X tatsächlich zur Rechenschaft gezogen werden kann. Dies erfordert eine neue Deutung von Schuld und Sühne im Kontext der Neurowissenschaften. Die „Deutungsmacht der Biowissenschaften“ wird nicht nur durch die Formulierung biowissenschaftlicher Ansprüche gegeben, sondern auch durch deren affirmative Rezeption. Aufgrund der Erfolge der Biowissenschaften, wie der Entschlüsselung des genetischen Codes und Fortschritten in der Hirnforschung, werden deren Erklärungen oft unhinterfragt als endgültig betrachtet. Wenn die Biowissenschaften Begriffe wie Seele und Identität auf biologische Kategorien zurückführen, stehen sie im Konflikt mit den Geisteswissenschaften. Dieser Band zielt nicht darauf ab, eine Biologisierung der Phänomene zu fördern, sondern vielmehr zu untersuchen, wie berechtigt biowissenschaftliche Deutungsansprüche in verschiedenen Bereichen sind. Beiträge von namhaften Autoren beleuchten diese Thematik und tragen zur Diskussion über die Beziehung zwischen Biowissenschaften und Geisteswissenschaften bei.

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Zur Deutungsmacht der Biowissenschaften, Andreas Hüttemann

Lingua
Pubblicato
2008
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(In brossura)
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Titolo
Zur Deutungsmacht der Biowissenschaften
Lingua
Inglese
Editore
Mentis
Pubblicato
2008
Formato
In brossura
Pagine
210
ISBN10
3897855348
ISBN13
9783897855342
Serie
Descrizione
Wenn X den Y erschlägt, ist X schuld, es sei denn, er war gezwungen zu handeln. Die Neurowissenschaften legen nahe, dass menschliches Verhalten durch vorhergehende Hirnzustände bestimmt wird, was die Frage aufwirft, ob X tatsächlich zur Rechenschaft gezogen werden kann. Dies erfordert eine neue Deutung von Schuld und Sühne im Kontext der Neurowissenschaften. Die „Deutungsmacht der Biowissenschaften“ wird nicht nur durch die Formulierung biowissenschaftlicher Ansprüche gegeben, sondern auch durch deren affirmative Rezeption. Aufgrund der Erfolge der Biowissenschaften, wie der Entschlüsselung des genetischen Codes und Fortschritten in der Hirnforschung, werden deren Erklärungen oft unhinterfragt als endgültig betrachtet. Wenn die Biowissenschaften Begriffe wie Seele und Identität auf biologische Kategorien zurückführen, stehen sie im Konflikt mit den Geisteswissenschaften. Dieser Band zielt nicht darauf ab, eine Biologisierung der Phänomene zu fördern, sondern vielmehr zu untersuchen, wie berechtigt biowissenschaftliche Deutungsansprüche in verschiedenen Bereichen sind. Beiträge von namhaften Autoren beleuchten diese Thematik und tragen zur Diskussion über die Beziehung zwischen Biowissenschaften und Geisteswissenschaften bei.