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Historiographie an europäischen Höfen (16. - 18. Jahrhundert)

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  • 382pagine
  • 14 ore di lettura

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Die historische Forschung erachtet die hof- und staatsnahe Historiographie der frühen Neuzeit als parteiisch, methodisch veralteten Modellen verpflichtet und im Bereich der Öffentlichkeit als dysfunktional und ineffizient. Zurecht? Die europäischen Höfe erzeugten in der Genealogie und im Zeremoniell für die Geschichtsschreibung systemrelevantes historisches Wissen. Über Hof- und Staatshistoriker konnten „Geschichtsbilder“ entworfen werden, die im nationalen wie übernationalen Rahmen durchaus Erfolg hatten. Gerade die offiziöse Geschichtsschreibung erweist sich als präzises Meßinstrument für die Verfaßtheit der jeweiligen Öffentlichkeit. Aufschlußreich sind zudem die Strategien und Investitionen der Regierungen im Bereich der historischen Repräsentation. Es wird deutlich, daß die Geschichtsschreibung auch eine vielseitige Vermittlerin von politischen, ästhetischen und wissenschaftlichen Programmen war. Somit wirkt sie nicht nur bei der Artikulation eines gesamteuropäischen Geschichtsraumes mit, sie fordert auch zur Suche nach Parallelphänomenen in außereuropäischen Gesellschaften auf.

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Historiographie an europäischen Höfen (16. - 18. Jahrhundert), Markus Völkel

Lingua
Pubblicato
2009
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(In brossura)
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Titolo
Historiographie an europäischen Höfen (16. - 18. Jahrhundert)
Lingua
Francese
Pubblicato
2009
Formato
In brossura
Pagine
382
ISBN10
3428130952
ISBN13
9783428130955
Serie
Descrizione
Die historische Forschung erachtet die hof- und staatsnahe Historiographie der frühen Neuzeit als parteiisch, methodisch veralteten Modellen verpflichtet und im Bereich der Öffentlichkeit als dysfunktional und ineffizient. Zurecht? Die europäischen Höfe erzeugten in der Genealogie und im Zeremoniell für die Geschichtsschreibung systemrelevantes historisches Wissen. Über Hof- und Staatshistoriker konnten „Geschichtsbilder“ entworfen werden, die im nationalen wie übernationalen Rahmen durchaus Erfolg hatten. Gerade die offiziöse Geschichtsschreibung erweist sich als präzises Meßinstrument für die Verfaßtheit der jeweiligen Öffentlichkeit. Aufschlußreich sind zudem die Strategien und Investitionen der Regierungen im Bereich der historischen Repräsentation. Es wird deutlich, daß die Geschichtsschreibung auch eine vielseitige Vermittlerin von politischen, ästhetischen und wissenschaftlichen Programmen war. Somit wirkt sie nicht nur bei der Artikulation eines gesamteuropäischen Geschichtsraumes mit, sie fordert auch zur Suche nach Parallelphänomenen in außereuropäischen Gesellschaften auf.