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Die Magie des Klangs

Gesammelte Schriften

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  • 868pagine
  • 31 ore di lettura

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Normalerweise hört man die Klänge einen nach dem anderen, so wie man in einer Ausstellung oder in einer Galerie Bilder anschaut. Man steht vor ihnen. Das ist keine gute Methode sie kennenzulernen. Oder man stellt sich in die Mitte und lässt die Klänge mit mechanischer Hilfe um sich herum kreisen. Aber auch das ist nicht richtig. Man muss dagegen in den Klang hineingehen, in ihn eindringen, ihn auf allen drei Seinsebenen in Besitz nehmen: physisch, psychisch und schöpferisch. Das Gleiche gilt für die Farben: rot, blau, gelb ... man muss in sie hineingehen, sie nicht anschauen und draußen bleiben. Und das gilt für alles, auch für jedes Bild. Ramakrishna sagt: „Wenn ihr mein Bild betrachtet, ist es so, als würdet ihr mich ansehen.“ Man muss natürlich wissen wie man schauen soll, dann verändert sich das Sehen. Das gleiche gilt für Klänge. Die musikalischen und die anderen: die inneren Klänge. Am Ende stehen die fünf unhörbaren Klänge – und solange wir uns nicht in die hörbaren Klänge hineinbegeben, werden wir die inneren Klänge nicht hören. In Wirklichkeit gibt es die Klänge nur, damit wir zu Klängen werden. Wir sind es schon geworden, aber noch nicht genug. Aber warum müssen wir zu Klang werden? Um zu LICHT zu werden. Giacinto Scelsi, Der Traum 101

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Die Magie des Klangs, Giacinto Scelsi

Lingua
Pubblicato
2013
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Titolo
Die Magie des Klangs
Sottotitolo
Gesammelte Schriften
Lingua
Tedesco
Editore
MusikTexte
Pubblicato
2013
Pagine
868
ISBN10
3981331923
ISBN13
9783981331929
Serie
Descrizione
Normalerweise hört man die Klänge einen nach dem anderen, so wie man in einer Ausstellung oder in einer Galerie Bilder anschaut. Man steht vor ihnen. Das ist keine gute Methode sie kennenzulernen. Oder man stellt sich in die Mitte und lässt die Klänge mit mechanischer Hilfe um sich herum kreisen. Aber auch das ist nicht richtig. Man muss dagegen in den Klang hineingehen, in ihn eindringen, ihn auf allen drei Seinsebenen in Besitz nehmen: physisch, psychisch und schöpferisch. Das Gleiche gilt für die Farben: rot, blau, gelb ... man muss in sie hineingehen, sie nicht anschauen und draußen bleiben. Und das gilt für alles, auch für jedes Bild. Ramakrishna sagt: „Wenn ihr mein Bild betrachtet, ist es so, als würdet ihr mich ansehen.“ Man muss natürlich wissen wie man schauen soll, dann verändert sich das Sehen. Das gleiche gilt für Klänge. Die musikalischen und die anderen: die inneren Klänge. Am Ende stehen die fünf unhörbaren Klänge – und solange wir uns nicht in die hörbaren Klänge hineinbegeben, werden wir die inneren Klänge nicht hören. In Wirklichkeit gibt es die Klänge nur, damit wir zu Klängen werden. Wir sind es schon geworden, aber noch nicht genug. Aber warum müssen wir zu Klang werden? Um zu LICHT zu werden. Giacinto Scelsi, Der Traum 101