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Die Lehren der Philosophie

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Was will die Philosophie? Michael Hampe stellt fest, dass sie belehren und erziehen möchte, indem sie Behauptungen aufstellt. Aristoteles sagt, die Welt sei ewig, während Thomas von Aquin sie als geschaffen betrachtet. Descartes spricht von zwei Substanzen, Spinoza von einer. Doch was bedeutet es, andere belehren zu wollen? Schon Sokrates stellte dieses Vorhaben in Frage. Hampe untersucht das komplexe Verhältnis von Philosophie, Erziehung und Erzählung und entwickelt eine sokratisch inspirierte Kritik philosophischer Lehren. Behaupten ist nur sinnvoll, wenn man erklären kann, was etwas anderes ist als die Organisation von Gefolgschaft. Erklären bedeutet, von Prozessen der Selbsterkenntnis und den Leben derjenigen zu erzählen, denen etwas einleuchtet. In diesem Sinne sind Sophokles und Proust Philosophen. Erziehen heißt nicht, Menschen neue Behauptungen über die Welt zu vermitteln, sondern sie zu ermutigen, von ihr zu berichten und die Verhältnisse zu kritisieren. Hampe zeigt, wie die Philosophie zu einem akademischen Karriereprogramm geworden ist und was sie sein könnte, wenn sie ihren doktrinären Anspruch ablegt: ein besonderer Ort des Nachdenkens über das menschliche Leben.

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Die Lehren der Philosophie, Michael Hampe

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Pubblicato
2014
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(Copertina rigida),
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Titolo
Die Lehren der Philosophie
Lingua
Tedesco
Editore
Suhrkamp
Pubblicato
2014
Formato
Copertina rigida
ISBN10
351858605X
ISBN13
9783518586051
Serie
Valutazione
4,15 su 5
Descrizione
Was will die Philosophie? Michael Hampe stellt fest, dass sie belehren und erziehen möchte, indem sie Behauptungen aufstellt. Aristoteles sagt, die Welt sei ewig, während Thomas von Aquin sie als geschaffen betrachtet. Descartes spricht von zwei Substanzen, Spinoza von einer. Doch was bedeutet es, andere belehren zu wollen? Schon Sokrates stellte dieses Vorhaben in Frage. Hampe untersucht das komplexe Verhältnis von Philosophie, Erziehung und Erzählung und entwickelt eine sokratisch inspirierte Kritik philosophischer Lehren. Behaupten ist nur sinnvoll, wenn man erklären kann, was etwas anderes ist als die Organisation von Gefolgschaft. Erklären bedeutet, von Prozessen der Selbsterkenntnis und den Leben derjenigen zu erzählen, denen etwas einleuchtet. In diesem Sinne sind Sophokles und Proust Philosophen. Erziehen heißt nicht, Menschen neue Behauptungen über die Welt zu vermitteln, sondern sie zu ermutigen, von ihr zu berichten und die Verhältnisse zu kritisieren. Hampe zeigt, wie die Philosophie zu einem akademischen Karriereprogramm geworden ist und was sie sein könnte, wenn sie ihren doktrinären Anspruch ablegt: ein besonderer Ort des Nachdenkens über das menschliche Leben.