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Wien in Moll

Ausgewählte Feuilletons 1907 – 1937

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Ludwig Hirschfeld (1882–1942) war ein bedeutender Publizist, der aus einer jüdischen Industriellenfamilie in Wien-Leopoldstadt stammte. Sein Interesse für Literatur, Theater und Journalismus zeigte sich früh. Ab 1906 arbeitete er für die „Neue Freie Presse“ und war von 1918 bis 1926 Chefredakteur des Magazins „Die moderne Welt“. In über tausend Artikeln beleuchtete er das Wiener Kultur- und Gesellschaftsleben und verfasste zahlreiche Novellen, Lustspiele und Operetten-Libretti. Seine Feuilletons thematisieren die Veränderungen des urbanen Alltagslebens von der Jahrhundertwende bis zur Wirtschaftskrise der Zwischenkriegszeit und bieten einen einzigartigen Kommentar zur Wiener Stadtgeschichte. Hirschfelds humorvolle, tiefgründige und stilistisch ausgefeilte Betrachtungen erfreuten sich großer Beliebtheit, und Karl Kraus bezeichnete ihn als „mondänen Causeur, der lachend die Wahrheit sagt“. 1938 floh er mit seiner Familie nach Frankreich, wurde jedoch 1942 ins KZ Auschwitz deportiert und ermordet. Die Veröffentlichung bietet eine repräsentative Auswahl seiner Feuilletons im Kontext der Wiener Stadtgeschichte und seiner weitgehend unbekannten Biografie. 1927 fasste er seinen Zugang zu Wien ironisch zusammen: „Ich kenne meine Vaterstadt genau, aber ich liebe sie.“

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Wien in Moll, Ludwig Hirschfeld

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Pubblicato
2020
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Titolo
Wien in Moll
Sottotitolo
Ausgewählte Feuilletons 1907 – 1937
Lingua
Tedesco
Editore
Löcker
Pubblicato
2020
Formato
Copertina rigida
Pagine
264
ISBN10
3990980394
ISBN13
9783990980392
Serie
Valutazione
5 su 5
Descrizione
Ludwig Hirschfeld (1882–1942) war ein bedeutender Publizist, der aus einer jüdischen Industriellenfamilie in Wien-Leopoldstadt stammte. Sein Interesse für Literatur, Theater und Journalismus zeigte sich früh. Ab 1906 arbeitete er für die „Neue Freie Presse“ und war von 1918 bis 1926 Chefredakteur des Magazins „Die moderne Welt“. In über tausend Artikeln beleuchtete er das Wiener Kultur- und Gesellschaftsleben und verfasste zahlreiche Novellen, Lustspiele und Operetten-Libretti. Seine Feuilletons thematisieren die Veränderungen des urbanen Alltagslebens von der Jahrhundertwende bis zur Wirtschaftskrise der Zwischenkriegszeit und bieten einen einzigartigen Kommentar zur Wiener Stadtgeschichte. Hirschfelds humorvolle, tiefgründige und stilistisch ausgefeilte Betrachtungen erfreuten sich großer Beliebtheit, und Karl Kraus bezeichnete ihn als „mondänen Causeur, der lachend die Wahrheit sagt“. 1938 floh er mit seiner Familie nach Frankreich, wurde jedoch 1942 ins KZ Auschwitz deportiert und ermordet. Die Veröffentlichung bietet eine repräsentative Auswahl seiner Feuilletons im Kontext der Wiener Stadtgeschichte und seiner weitgehend unbekannten Biografie. 1927 fasste er seinen Zugang zu Wien ironisch zusammen: „Ich kenne meine Vaterstadt genau, aber ich liebe sie.“