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Die sanften Wölfe

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Kainer, die Hauptfigur, wird vom Institut für Soziometeorologie in der Landeshauptstadt mit dem Auftrag ausgeschickt, in einem höchst unidyllischen Dorf im Grenzdistrikt das «Wetter zwischen den Menschen» zu beobachten. Was dem Ausgesandten zustößt, ist widersprüchlich, absurd, unglaublich.Die Dorfbewohner sind von leidenschaftlicher Bautätigkeit erfaßt; Ehemänner betonieren sich ins eigene Grab hinein, Witwen promenieren in den palaisartigen Hinterlassenschaften. Ein Kommunalpolitiker plant, alle durchreisenden Ausländer zu kennzeichnen. Seine somnambule Tochter will Regen herbeimusizieren. Obendrein grassiert die Wutkrankheit und infiziert schleichend die Eingeborenen. Kainer, dessen sonderbare Tätigkeit das Mißtrauen der Dörfler provoziert, übt, sich zu wehren; ein längst fälliger Zwischenbericht an das Institut verzögert sich immer wieder angesichts der Fülle unerhörter Begebenheiten.Eine wahrhaft skurrile Szenerie, in der eine Art Endzeitstimmung herrscht, die jedoch von utopischen Lichtblicken (die besonders in zarten erotischen Passagen kristallisieren) erhellt wird. Erzählt wird vielschichtig, in einer metaphernreichen, verzweigt-verästelten Sprache von kühler Sinnlichkeit. Der Aufbau gleicht einem dichten Geflecht von Szenen und Geschichten, einem puzzleartigen Muster, dem synchronen Querschnitt durch die phantastischen Ungeheuerlichkeiten dörflichen Zusammenlebens.

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Die sanften Wölfe, Bernhard Hüttenegger

Lingua
Pubblicato
1982
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(In brossura)
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Titolo
Die sanften Wölfe
Lingua
Tedesco
Editore
Rowohlt
Pubblicato
1982
Formato
In brossura
ISBN10
349802860X
ISBN13
9783498028602
Serie
Descrizione
Kainer, die Hauptfigur, wird vom Institut für Soziometeorologie in der Landeshauptstadt mit dem Auftrag ausgeschickt, in einem höchst unidyllischen Dorf im Grenzdistrikt das «Wetter zwischen den Menschen» zu beobachten. Was dem Ausgesandten zustößt, ist widersprüchlich, absurd, unglaublich.Die Dorfbewohner sind von leidenschaftlicher Bautätigkeit erfaßt; Ehemänner betonieren sich ins eigene Grab hinein, Witwen promenieren in den palaisartigen Hinterlassenschaften. Ein Kommunalpolitiker plant, alle durchreisenden Ausländer zu kennzeichnen. Seine somnambule Tochter will Regen herbeimusizieren. Obendrein grassiert die Wutkrankheit und infiziert schleichend die Eingeborenen. Kainer, dessen sonderbare Tätigkeit das Mißtrauen der Dörfler provoziert, übt, sich zu wehren; ein längst fälliger Zwischenbericht an das Institut verzögert sich immer wieder angesichts der Fülle unerhörter Begebenheiten.Eine wahrhaft skurrile Szenerie, in der eine Art Endzeitstimmung herrscht, die jedoch von utopischen Lichtblicken (die besonders in zarten erotischen Passagen kristallisieren) erhellt wird. Erzählt wird vielschichtig, in einer metaphernreichen, verzweigt-verästelten Sprache von kühler Sinnlichkeit. Der Aufbau gleicht einem dichten Geflecht von Szenen und Geschichten, einem puzzleartigen Muster, dem synchronen Querschnitt durch die phantastischen Ungeheuerlichkeiten dörflichen Zusammenlebens.