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Wie tickt Wien? Diese Stadt mit Klischee-Zwangsneurose. Auf harten Heurigenbänken beschwört sie artig das Jenseits, nur um im Himmel erst recht wieder im Schanigarten zu sitzen, laut folkloristischer Überzeugung. Zum Glück ist hier der Weltuntergang nur eine Phase. Nichts ist zu banal, dass man es nicht romantisch verklären könnte: den Spritzwein, die Würstel, das Glas Wasser zur Melange. Alles kann ein Festakt sein. Den Verkehrsstau macht man notfalls zum Korso, den Grant zum immateriellen Kulturerbe. Paradoxer als hier wird’s nimmer. Wo sich der Kaiser Paläste baute und die Stadt dem Proletariat ebenso. Wo man zum geselligen Alleinsein ins Kaffeehaus geht, um sich dem „Ober“ zu unterwerfen. Überall ist es besser, nur nirgends so schön wie hier. Solange die Zukunft nicht ungefragt einrollt und die Vergangenheit eh die bestmögliche Gegenwart bleiben darf. Norbert Philipp nimmt die Lesenden leichtfüßig-satirisch mit zu einer Anamnese einer paradoxen Stadt, führt sie entlang der Wiener Wesenszüge tief in die Logik einer „Weltstadt“, die den Rest der Welt aber auch nicht unbedingt haben muss in ihrem Dorf.
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So tickt Wien, Norbert Philipp
- Lingua
- Pubblicato
- 2025
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- Titolo
- So tickt Wien
- Lingua
- Tedesco
- Autori
- Norbert Philipp
- Editore
- Kremayr & Scheriau
- Pubblicato
- 2025
- Pagine
- 192
- ISBN13
- 9783218014892
- Serie
- Descrizione
- Wie tickt Wien? Diese Stadt mit Klischee-Zwangsneurose. Auf harten Heurigenbänken beschwört sie artig das Jenseits, nur um im Himmel erst recht wieder im Schanigarten zu sitzen, laut folkloristischer Überzeugung. Zum Glück ist hier der Weltuntergang nur eine Phase. Nichts ist zu banal, dass man es nicht romantisch verklären könnte: den Spritzwein, die Würstel, das Glas Wasser zur Melange. Alles kann ein Festakt sein. Den Verkehrsstau macht man notfalls zum Korso, den Grant zum immateriellen Kulturerbe. Paradoxer als hier wird’s nimmer. Wo sich der Kaiser Paläste baute und die Stadt dem Proletariat ebenso. Wo man zum geselligen Alleinsein ins Kaffeehaus geht, um sich dem „Ober“ zu unterwerfen. Überall ist es besser, nur nirgends so schön wie hier. Solange die Zukunft nicht ungefragt einrollt und die Vergangenheit eh die bestmögliche Gegenwart bleiben darf. Norbert Philipp nimmt die Lesenden leichtfüßig-satirisch mit zu einer Anamnese einer paradoxen Stadt, führt sie entlang der Wiener Wesenszüge tief in die Logik einer „Weltstadt“, die den Rest der Welt aber auch nicht unbedingt haben muss in ihrem Dorf.