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Genozid und Gedächtnis: Bezweifelte Erinnerung, verweigerte Glaubhaftigkeit

Überlebende des Holocaust in den Ghettorenten-Verfahren

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Nach der Verabschiedung des sogenannten Ghettorenten-Gesetz im Jahr 2002 wurden zahl-reiche Anträge an die Deutschen Rentenversicherungsträger gestellt. Wie wurden sie vor den deutschen Sozialgerichten behandelt? Das Gesetz hatte für Überlebende des Holocaust, die im Ghetto "freiwillig" gearbeitet hatten, die Möglichkeit eröffnet, diese Arbeitszeiten als Rentenzeiten anerkennen zu lassen. Die sozialpsychologische Untersuchung zeichnet die gerichtlichen Argumentationen nach, mit denen die Anträge als nicht glaubhaft bewertet wurden, und deckt in diesem Zusammenhang Haltungen der Verweigerung auf, die Darstellungen der Überlebenden als vertrauenswürdig zu werten. Nicht zuletzt als ein Beitrag zu einem Kapitel der jüngsten Zeitgeschichte verfolgt die Analyse eine übergreifende Diskussion zur Würdigung der Aussagen traumatisierter Zeugen vor Gericht und zur Erinnerung an traumatisierende Erfahrungen im hohen Alter.

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Genozid und Gedächtnis: Bezweifelte Erinnerung, verweigerte Glaubhaftigkeit, Kristin Platt

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2012
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(In brossura),
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