Carte blanche für Petra Lutnyk
Die Natur in der Kunst, die Kunst in der Natur...
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Die Natur in der Kunst, die Kunst in der Natur...
Agathe Pitié: Visionen des Jüngsten Gerichts
Das Kupferstichkabinett verwahrt mehr als 90 Abzüge Carlo Nayas zu Gebäuden und Kunstwerken in Venedig. Sie gelangten am Ende des 19. Jahrhunderts an die Wiener Akademie und dienten als Anschauungsmaterial für die Studierenden. Naya fotografierte nicht nur die Sehenswürdigkeiten, die auf dem Programm jedes Touristen standen, sondern auch Kunstwerke in Palästen, Kirchen und Museen wie der Galleria dell'Accademia. Da die Fotografie-Sammlung an der Wiener Akademie auch im Sinne einer enzyklopädischen Vorbilderkollektion angelegt wurde, verwundert es nicht, dass der größere Teil der Abzüge berühmte Kunstwerke zeigt. Drei Deckengemälde im Dogenpalast stehen in der Ausstellung beispielhaft für Nayas Schwarz-Weiß-Fotografien von Gemälden. Eine weitere Spezialität des Fotografen waren Aufnahmen von hohen Gebäuden wie dem Campanile auf dem Markusplatz. Eine von ihnen ist ebenfalls in der Ausstellung zu sehen, die mit 17 Fotografien einen kleinen Einblick in Nayas Schaffen gewährt. Exhibition: Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien zu Gast im Theatermuseum, Wien, Austria (06.09. - 25.11.2019)
The heart of the Paintings Gallery of the Academy of Fine Arts Vienna is 'The Last Judgment' by Hieronymus Bosch (c. 1450/55 ? 1516). Bosch did not create a traditional Last Judgment; it is a morality painting that dramatically reveals to Christian viewers the punishment that awaits the seven deadly sins - the entire central panel is dedicated to this theme. In temporary shows at regular intervals, works by different artists are set in a dialogue with the Last Judgment, revealing surprising connections between the various media and works, and offering a variety of perspectives on Bosch's painting. Whether the pieces on show are paintings, graphic works, sculptures, video works, or photographs, these dialogues allow visitors to discover new facets of Bosch's 500-year-old masterpiece. Exhibition: Akademie der Bildenden Künste, Gemäldegalerie zu Gast im Theatermuseum, Wien, Austria (04.10.2018 - 20.01.2019).
Der Katalog erscheint anlässlich der Ausstellung „Raden Saleh (1811-1880). Ein javanischer Maler in Europa“ im Lindenau-Museum Altenburg. Raden Saleh war der erste Asiate mit einer akademischen Malerei-Ausbildung in Europa. Aufgewachsen in der holländischen Kolonie Java, wurde er von dem belgischen Maler Antoine August Joseph Payen gefördert. 1839 kam er nach Dresden, wo er Kontakte zu führenden Künstlern knüpfte und am sächsischen Hof Anerkennung fand. Er war ein geschätzter Gast im Salon von Friederike und Friedrich Anton Serre und wurde von Johan Christian Clausen Dahl unterrichtet, während Carl Gustav Carus ihn inspirierte. Es ist anzunehmen, dass er auch Bernhard August von Lindenau traf, der als Minister für die Künste am sächsischen Hof verkehrte. Saleh wurde ein enger Freund von Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha und erhielt eine Einladung von Königin Victoria nach London. Nach seiner Rückkehr in die Heimat wurde er ein anerkannter Maler und gilt heute als Mitbegründer des deutschen Orientalismus sowie als „Vater“ der modernen indonesischen Malerei. Seine Werke umfassen Porträts, Landschaften und dramatische „orientalische“ Szenen. Die Ausstellung im Lindenau-Museum zeigt erstmals in Deutschland eine umfassende Sammlung seiner Gemälde und Zeichnungen aus verschiedenen Museen und Privatbesitz, darunter internationale Leihgaben. Einige Werke waren zuvor nie öffentlich zu sehen.