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Gudrun Exner

    Alexander Freiherr von Bach als literarische Gestalt in Felicie Ewarts Novelle ”Wellen im Hafen”
    650 Jahre Universität Wien - Aufbruch ins neue Jahrhundert - 5: Strukturen und Netzwerke
    Österreichische Historikerkommission - 23/3: Tschechen und Tschechinnen, Vermögensentzug und Restitution
    Bevölkerungswissenschaft in Österreich in der Zwischenkriegszeit (1918 - 1938)
    Bevölkerungsstatistik und Bevölkerungswissenschaft in Österreich 1938 bis 1955
    Die "Soziologische Gesellschaft in Wien" (1907-1934) und die Bedeutung Rudolf Goldscheids für ihre Vereinstätigkeit
    • Der Band dokumentiert erstmals detailliert die Tätigkeit der „Soziologischen Gesellschaft in Wien“ (1907–1934) und die Rolle Rudolf Goldscheids. Eine wichtige Grundlage dafür bildete die Rubrik „Vereinsnachrichten“ in rund 8.000 Nummern der Tageszeitung „Neue Freie Presse“. Dabei konnten 133 Vorträge, von denen 43 in Druck erschienen, erhoben und das breite fachliche Spektrum der Referenten belegt werden. Durch die Zusammenfassung und Kommentierung der publizierten Vorträge, biographische Skizzen über einzelne Referenten, Einladungsschreiben und Briefwechsel war ein umfassender Überblick über die vielseitigen Aktivitäten der Gesellschaft und deren Rolle in der zeitgenössischen „scientific community“ möglich. Rudolf Goldscheid (1870-1931) kam das Verdienst zu, die Gründung angeregt und die Vortragstätigkeit der Gesellschaft organisiert zu haben. Er hatte gute Kontakte zu den Austromarxisten und machte sie mit namhaften deutschen „Kathedersozialisten“ bekannt. Er trug somit dazu bei, den sehr fortschrittlichen deutschen Diskurs auf dem Gebiet der wissenschaftlich motivierten Sozialreform nach Österreich zu übertragen.

      Die "Soziologische Gesellschaft in Wien" (1907-1934) und die Bedeutung Rudolf Goldscheids für ihre Vereinstätigkeit
    • Das Buch behandelt die österreichische Bevölkerungsstatistik und Bevölkerungswissenschaft in der NS-Zeit und der Nachkriegszeit, um Zeithistoriker und Fachvertreter anzusprechen. Es umfasst die amtliche Statistik, die statistische Lehre an Universitäten sowie wissenschaftliche Vereinigungen, Publikationsorgane und internationale Kongresse. Ein Schwerpunkt liegt auf den Volkszählungen von 1939 und 1951. Bei der Volkszählung 1939 wurden erstmals auch in der „Ostmark“ Juden und „jüdische Mischlinge“ nach den Nürnberger Gesetzen erfasst. Götz Aly/Karl Heinz Roth und Jutta Wietog untersuchen, ob Volkszählungsdaten zur Erstellung von „Transportlisten“ für Konzentrationslager verwendet wurden. Gudrun Exner und Peter Schimany zeigen jedoch, dass die Daten aus der Volkszählung in der „Ostmark“ wahrscheinlich nicht für Deportationslisten in die Vernichtungslager missbraucht wurden. Das Buch thematisiert nicht nur die historische „Volkszählungsdebatte“, sondern auch die jüngeren deutschen Bemühungen zur Aufarbeitung der Vergangenheit der deutschen Bevölkerungswissenschaft, in die die österreichische Bevölkerungsstatistik zwischen 1938 und 1945 verwoben war. Die Zeit von 1945 bis 1955 war geprägt vom mühsamen Wiederaufbau des Wissenschaftsbetriebs.

      Bevölkerungsstatistik und Bevölkerungswissenschaft in Österreich 1938 bis 1955
    • Die Publikation behandelt die Situation der tschechischen Minderheit nach dem "Anschluss" im März 1938. Laut der Volkszählung von 1934 lebten in Österreich etwa 52.000 Personen tschechischer oder slowakischer Nationalität, überwiegend in Wien, wo sie als Lohnarbeiter, Kleinhandwerker oder Kleinunternehmer tätig waren. In Wien gab es 300 bis 400 tschechische Vereine, wobei der Schulverein Komenský der bekannteste und wohlhabendste war. Dieser Verein besaß zahlreiche Schulgebäude, die größte tschechische Bibliothek in Wien, zwei Autobusse sowie Lehr- und Lernmittel. Die Situation der Immobilien der tschechischen Vereine ist gut dokumentiert: Wert, Hypotheken, Beschlagnahmungen und Rückgaben sind durch Quellen belegbar. Obwohl die tschechischen Vereine "germanisiert" und gleichgeschaltet wurden und teilweise Vermögen entzogen bekamen, blieben sie im Allgemeinen erhalten. Die Wiener Filiale der Gewerbebank, die seit 1898 tätig war, wurde nach 1938 liquidiert, und der Plan zur Wiedererrichtung nach 1945 wurde 1948 aufgegeben. Die "Neuordnung" des Genossenschaftswesens führte zur "Germanisierung" tschechischer Genossenschaften, doch keine größeren national orientierten Unternehmen wurden enteignet. Die tschechische Sektion der KPÖ leistete Widerstand gegen den Nationalsozialismus, unterstützt von weiteren Gruppen wie "Libu?e" und "Curiue", deren Mitglieder oft ihr Leben für den Widerstand opferten.

      Österreichische Historikerkommission - 23/3: Tschechen und Tschechinnen, Vermögensentzug und Restitution
    • 650 Jahre Universität Wien - Aufbruch ins neue Jahrhundert - 5: Strukturen und Netzwerke

      Medizin und Wissenschaft in Wien 1848-1955

      • 904pagine
      • 32 ore di lettura

      The analysis of local and international relations of "Vienna Medicine" in the 19th and 20th century and its networks and structures from an important research desiderate. The volume examines these relations with the aim to re-contextualise the history of medical research and practice in Vienna. The contributions of the volume analyse mobility, exchange processes of knowledge, standards and guidelines, social and professional networking, politics, transformations of political and philosophical concepts 'between' centers of medicine, exchange of artistic and medical spheres, and commemoration practices - as transnational phenomena and in their influence on medical research and practice in Vienna.

      650 Jahre Universität Wien - Aufbruch ins neue Jahrhundert - 5: Strukturen und Netzwerke