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Die deutsche Chronik

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„Wird schon werden, da müssen wir eben durch“, sagt die vertraute Mutter Grethe, als ihr Sohn Walter nach acht Jahren Haft aus dem Zuchthaus Bautzen nach Hamburg zurückkehrt, ohne Ausbildung, Beruf, Ziel oder Geld. Der Empfang der Verwandtschaft ist kühl, und Walter, wie viele andere aus dem Osten, fühlt sich als Bürger zweiter Klasse im begehrten Westen. Geduldig wartet er, während das Wirtschaftswunder um ihn herum voranschreitet. Zunächst lebt er bei seiner Mutter, dann wird er von der Ökumene in die Schweiz eingeladen, wo er in Locarno im „Haus Zwingli“ auf verschiedene Gäste trifft, die er humorvoll beschreibt. In der Burg Hatzfeld im Werragebiet versucht er sich als Erzieher für schwierige Kinder, wird von ihnen geliebt, fühlt sich jedoch von den Erziehungsmethoden abgestoßen und verlässt die Anstalt. In Hamburg erwarten ihn seine Mutter und Cornelli, der ihn an der Pädagogischen Hochschule in Göttingen unterbringt. Ein sorgloses Studentenleben beginnt, doch die Jahre in Bautzen hinterlassen ihre Spuren: Walter sieht die Welt schärfer und tiefer als viele seiner Kommilitonen und leidet oft unter Melancholie. Seine Ironie hilft ihm, skurrile Typen und Außenseiter lebensecht zu schildern. Die Familie wächst wieder zusammen: Robert kehrt ungebrochen aus der Haft zurück, und Walter findet schließlich die Frau, die ihn versteht. So enden für ihn die Jahre des Suchens und Übergangs, die Walter Kempowskis Deutsche Chronik absch

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Die deutsche Chronik, Walter Kempowski

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Pubblicato
1999
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(In brossura)
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Lingua
Tedesco
Editore
btb
Pubblicato
1999
Formato
In brossura
Pagine
448
ISBN10
3442725461
ISBN13
9783442725465
Valutazione
3,75 su 5
Descrizione
„Wird schon werden, da müssen wir eben durch“, sagt die vertraute Mutter Grethe, als ihr Sohn Walter nach acht Jahren Haft aus dem Zuchthaus Bautzen nach Hamburg zurückkehrt, ohne Ausbildung, Beruf, Ziel oder Geld. Der Empfang der Verwandtschaft ist kühl, und Walter, wie viele andere aus dem Osten, fühlt sich als Bürger zweiter Klasse im begehrten Westen. Geduldig wartet er, während das Wirtschaftswunder um ihn herum voranschreitet. Zunächst lebt er bei seiner Mutter, dann wird er von der Ökumene in die Schweiz eingeladen, wo er in Locarno im „Haus Zwingli“ auf verschiedene Gäste trifft, die er humorvoll beschreibt. In der Burg Hatzfeld im Werragebiet versucht er sich als Erzieher für schwierige Kinder, wird von ihnen geliebt, fühlt sich jedoch von den Erziehungsmethoden abgestoßen und verlässt die Anstalt. In Hamburg erwarten ihn seine Mutter und Cornelli, der ihn an der Pädagogischen Hochschule in Göttingen unterbringt. Ein sorgloses Studentenleben beginnt, doch die Jahre in Bautzen hinterlassen ihre Spuren: Walter sieht die Welt schärfer und tiefer als viele seiner Kommilitonen und leidet oft unter Melancholie. Seine Ironie hilft ihm, skurrile Typen und Außenseiter lebensecht zu schildern. Die Familie wächst wieder zusammen: Robert kehrt ungebrochen aus der Haft zurück, und Walter findet schließlich die Frau, die ihn versteht. So enden für ihn die Jahre des Suchens und Übergangs, die Walter Kempowskis Deutsche Chronik absch