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Der Fall Otto Nagel

Kunstraub in der DDR

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  • 420pagine
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Kunstraub in der DDR basiert auf über 3.000 Dokumenten, darunter Akten des ZK, der SED, des Magistrats von Ostberlin, des Ministeriums für Kultur und des Stasi-Unterlagenarchivs. Der DDR-Staatsapparat versuchte wiederholt, den künstlerischen Nachlass von Otto Nagel zu erlangen, da dieser sowohl Devisen wertvoll als auch identitätsstiftend war. Die Analyse spiegelt die DDR-Kulturpolitik wider, einschließlich des familiengeführten Museums „Otto-Nagel-Haus“ (1973-79) und der Ideologisierung von Kunst. Die Erbin sah sich einem „unsichtbaren Knüppel“ gegenüber, der von Intrigen und Verleumdungen begleitet war. Die Familie Nagel wurde politisch verfolgt und verlor 1985 den Nachlass. Die Untersuchung zeigt schonungslos, wie skrupellos der Staatsapparat nach dem Erbe griff. Otto Nagel (1894-1967), ein Künstler der 2. Generation der Moderne der Weimarer Republik und Mitglied der Novembergruppe, propagierte mit seiner Kunst den „Berliner Realismus“ als dritten Weg engagierter Kunst, jenseits von Proletkult und heroischem Realismus. Nach 1945 setzte er sich als Kulturpolitiker für ein vereinigtes Deutschland mit unabhängiger Kunst ein, die sich an den Traditionen der Moderne orientierte.

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Der Fall Otto Nagel, Bernd Schallenberg

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Pubblicato
2023
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(In brossura)
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Titolo
Der Fall Otto Nagel
Sottotitolo
Kunstraub in der DDR
Lingua
Tedesco
Pubblicato
2023
Formato
In brossura
Pagine
420
ISBN10
3000730664
ISBN13
9783000730665
Serie
Descrizione
Kunstraub in der DDR basiert auf über 3.000 Dokumenten, darunter Akten des ZK, der SED, des Magistrats von Ostberlin, des Ministeriums für Kultur und des Stasi-Unterlagenarchivs. Der DDR-Staatsapparat versuchte wiederholt, den künstlerischen Nachlass von Otto Nagel zu erlangen, da dieser sowohl Devisen wertvoll als auch identitätsstiftend war. Die Analyse spiegelt die DDR-Kulturpolitik wider, einschließlich des familiengeführten Museums „Otto-Nagel-Haus“ (1973-79) und der Ideologisierung von Kunst. Die Erbin sah sich einem „unsichtbaren Knüppel“ gegenüber, der von Intrigen und Verleumdungen begleitet war. Die Familie Nagel wurde politisch verfolgt und verlor 1985 den Nachlass. Die Untersuchung zeigt schonungslos, wie skrupellos der Staatsapparat nach dem Erbe griff. Otto Nagel (1894-1967), ein Künstler der 2. Generation der Moderne der Weimarer Republik und Mitglied der Novembergruppe, propagierte mit seiner Kunst den „Berliner Realismus“ als dritten Weg engagierter Kunst, jenseits von Proletkult und heroischem Realismus. Nach 1945 setzte er sich als Kulturpolitiker für ein vereinigtes Deutschland mit unabhängiger Kunst ein, die sich an den Traditionen der Moderne orientierte.