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Jugendbriefe

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  • 212pagine
  • 8 ore di lettura

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Die kommentierte Sammlung umfasst 87 Briefe und Postkarten des 17- bis 25-jährigen Carl Schmitt an seine Schwester Auguste. Diese Schriftstücke sind überwiegend familiär geprägt, wobei Schmitt als Schüler, Student und junger Wissenschaftler das Fachspezifische weitgehend ausklammert. Die Auseinandersetzung mit dem umstrittensten Juristen des 20. Jahrhunderts wirft Fragen zu seiner frühen Prägung durch Familie und Elternhaus auf, die diese Briefe erheblich beleuchten. Der rheinische Katholizismus, der Andersgläubigen gegenüber tolerant ist, prägt Schmitts Umfeld, zunächst in der katholischen Diaspora des Sauerlands und später im westlichen Deutschland, wo er lebt und arbeitet. Diese Toleranz fördert seine Bereitschaft, in der liberalen Industriegesellschaft des Kaiserreichs vor dem Ersten Weltkrieg das Schicksal der unteren Mittelklasse zu akzeptieren und den Willen, in diesem System aufzusteigen. Die Briefe widerlegen nicht nur Legenden über Schmitt, sie dokumentieren auch die Entwicklung eines jungen Talents, seinen Hunger nach Kunst und sein außergewöhnliches Bildungsniveau. Zudem zeigen sie sein selbstloses Engagement für Verwandte und Freunde sowie die Entwicklung eines eigenen Stils, der von humorvollen bis zu prägnanten Formulierungen reicht, besonders im Freundeskreis von Dichtern wie Theodor Däubler. Eine Einführung des Herausgebers skizziert Schmitts Lebensweg und seine geistige Entwicklung.

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Jugendbriefe, Carl Schmitt

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2000
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(In brossura)
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