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Leichter als Luft. Moralische Gedichte

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Anlässlich seines siebzigsten Geburtstags präsentiert Hans Magnus Enzensberger eine neue Gedichtsammlung. Die Themen sind leicht und vielfältig: Zahlen, vergangene Schmerzen, das Ich und der Rauch einer Zigarette, die die letzte sein sollte. Enzensberger verzichtet auf scharfe Töne, prophetische Klagen und eine dunkle Sinnsuche. Er folgt Brechts Lehre, übernimmt dessen aufklärerisches Engagement sowie die Fähigkeit, die bescheidenen Schönheiten des Alltags und menschlichen Verhaltens zu staunen und zu würdigen. Die Leitideen des vergangenen Jahrhunderts sind im neuen Jahrtausend verschwunden; die Verbindungen zwischen Fortschritt und Zerstörung, Politischem und Privatem, Wahnsinn und Vernunft sind unlösbar geworden. Diese interpretative Unmöglichkeit spiegelt sich in den tragikomischen Stimmungen des Autors wider, die in einer bewundernswerten Vielfalt von Metriken, von klassischen Terzinen bis zu modernen Rap-Rhythmen, Ausdruck finden. Innerhalb einer bescheidenen säkularen Religiosität, die den konkreten Bewegungen des Lebens Beachtung schenkt, praktiziert Enzensberger eine Weisheit, die sich von den Wahnvorstellungen der technischen und wissenschaftlichen Allmacht distanziert und dem Zwang zum „Handeln“, der den zeitgenössischen Menschen erstickt, entgegenwirkt.

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Leichter als Luft. Moralische Gedichte, Hans Magnus Enzensberger

Lingua
Pubblicato
1999
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(Copertina rigida),
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4,91 €

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Titolo
Leichter als Luft. Moralische Gedichte
Lingua
Tedesco
Editore
Suhrkamp
Pubblicato
1999
Formato
Copertina rigida
ISBN10
351841058X
ISBN13
9783518410585
Serie
Valutazione
3,75 su 5
Descrizione
Anlässlich seines siebzigsten Geburtstags präsentiert Hans Magnus Enzensberger eine neue Gedichtsammlung. Die Themen sind leicht und vielfältig: Zahlen, vergangene Schmerzen, das Ich und der Rauch einer Zigarette, die die letzte sein sollte. Enzensberger verzichtet auf scharfe Töne, prophetische Klagen und eine dunkle Sinnsuche. Er folgt Brechts Lehre, übernimmt dessen aufklärerisches Engagement sowie die Fähigkeit, die bescheidenen Schönheiten des Alltags und menschlichen Verhaltens zu staunen und zu würdigen. Die Leitideen des vergangenen Jahrhunderts sind im neuen Jahrtausend verschwunden; die Verbindungen zwischen Fortschritt und Zerstörung, Politischem und Privatem, Wahnsinn und Vernunft sind unlösbar geworden. Diese interpretative Unmöglichkeit spiegelt sich in den tragikomischen Stimmungen des Autors wider, die in einer bewundernswerten Vielfalt von Metriken, von klassischen Terzinen bis zu modernen Rap-Rhythmen, Ausdruck finden. Innerhalb einer bescheidenen säkularen Religiosität, die den konkreten Bewegungen des Lebens Beachtung schenkt, praktiziert Enzensberger eine Weisheit, die sich von den Wahnvorstellungen der technischen und wissenschaftlichen Allmacht distanziert und dem Zwang zum „Handeln“, der den zeitgenössischen Menschen erstickt, entgegenwirkt.