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Drei Lebenswege, ein Zeitbild: Joseph Roths spannender Roman über die Einsamkeit des modernen Menschen, geschrieben 1929, beleuchtet das diffuse Daseinsgefühl der Zwischenkriegszeit durch die Schicksale dreier Protagonisten. Ein Jahr vor Hiob zeigt Roth seine Fähigkeit, Charaktere als Ausdruck einer ganzen Epoche zu gestalten. Paul Bernheim, ein Bankierssohn, bricht nach dem Tod seines Vaters sein Studium in Oxford ab und zieht in den Ersten Weltkrieg. Dort wird er mit seiner Verletzlichkeit konfrontiert und kehrt orientierungslos zurück, droht in der Inflation zu scheitern. Aus Angst vor sozialem Abstieg heiratet er die Tochter eines Chemiefabrikanten, erreicht jedoch nur scheinbar sein Ziel. Sein Bruder Theodor hingegen verachtet alte Ideale und setzt auf Technik und Nation. Als unberechenbarer Pathetiker wechselt er von der völkischen Bewegung zur Redaktion einer jüdischen Zeitung und wird zu einer grotesken Figur. Nikolai Brandeis, ein russisch-jüdischer Emigrant, nutzt die neue Zeit für seinen Aufstieg, bezahlt diesen jedoch mit Einsamkeit. Roth kreuzt die Lebenswege der Charaktere spannend und unerwartet und schafft ein Bild einer Zeit, in der traditionelle Werte entwertet sind und die Sittlichkeit von der Stabilität der Währung abhängt.

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Rechts und links, Joseph Roth

Lingua
Pubblicato
2006
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(In brossura)
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Sottotitolo
Roman
Lingua
Tedesco
Pubblicato
2006
Formato
In brossura
Pagine
210
ISBN10
3462036718
ISBN13
9783462036718
Serie
Valutazione
3,45 su 5
Descrizione
Drei Lebenswege, ein Zeitbild: Joseph Roths spannender Roman über die Einsamkeit des modernen Menschen, geschrieben 1929, beleuchtet das diffuse Daseinsgefühl der Zwischenkriegszeit durch die Schicksale dreier Protagonisten. Ein Jahr vor Hiob zeigt Roth seine Fähigkeit, Charaktere als Ausdruck einer ganzen Epoche zu gestalten. Paul Bernheim, ein Bankierssohn, bricht nach dem Tod seines Vaters sein Studium in Oxford ab und zieht in den Ersten Weltkrieg. Dort wird er mit seiner Verletzlichkeit konfrontiert und kehrt orientierungslos zurück, droht in der Inflation zu scheitern. Aus Angst vor sozialem Abstieg heiratet er die Tochter eines Chemiefabrikanten, erreicht jedoch nur scheinbar sein Ziel. Sein Bruder Theodor hingegen verachtet alte Ideale und setzt auf Technik und Nation. Als unberechenbarer Pathetiker wechselt er von der völkischen Bewegung zur Redaktion einer jüdischen Zeitung und wird zu einer grotesken Figur. Nikolai Brandeis, ein russisch-jüdischer Emigrant, nutzt die neue Zeit für seinen Aufstieg, bezahlt diesen jedoch mit Einsamkeit. Roth kreuzt die Lebenswege der Charaktere spannend und unerwartet und schafft ein Bild einer Zeit, in der traditionelle Werte entwertet sind und die Sittlichkeit von der Stabilität der Währung abhängt.