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Der Prophet

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Jede Generation entdeckt die Poesie und die Weisheit des Propheten neu, da er Themen unseres täglichen Lebens anspricht, wie zum Beispiel diese über Häuser: 'Wenn ich könnte, würde ich eure Häuser in meiner Hand sammeln und wie ein Sämann in Wald und Wiese verstreuen. Würden die Täler eure Straßen und die Pfade eure Gassen sein, damit ihr einander durch die Weinberge besuchen könntet, und mit dem Duft der Erde in euren Gewändern erscheint. Und sagt mir, was habt ihr in diesen Häusern? Und was beschützt ihr mit befestigten Türen? Habt ihr Frieden, den ruhigen Drang, der eure Kraft enthüllt? Habt ihr Schönheit? Denn Schönheit ist die Ewigkeit, die sich selbst im Spiegel anblickt. Ihr aber seid die Ewigkeit und der Spiegel. Oder habt ihr nur Bequemlichkeit und das Verlangen nach Bequemlichkeit, jenem verstohlenen Ding, das euer Haus als Gast betritt, dann zum Wirt und schließlich zum Herrn wird? Und trotz Herrlichkeit und Glanz soll euer Haus weder euer Geheimnis hüten, noch euer Verlangen beschützen. Denn was in euch grenzenlos ist, wohnt im Schloss des Himmels, dessen Tür der Morgennebel und dessen Fenster die Lieder und die Stille der Nacht sind.'

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Lingua
Tedesco
Editore
Nikol
Pubblicato
2015
Formato
Copertina rigida
Pagine
95
ISBN10
3868203052
ISBN13
9783868203059
Serie
Prima pubblicazione
1923
Titolo originale
The Prophet
Valutazione
3,75 su 5
Descrizione
Jede Generation entdeckt die Poesie und die Weisheit des Propheten neu, da er Themen unseres täglichen Lebens anspricht, wie zum Beispiel diese über Häuser: 'Wenn ich könnte, würde ich eure Häuser in meiner Hand sammeln und wie ein Sämann in Wald und Wiese verstreuen. Würden die Täler eure Straßen und die Pfade eure Gassen sein, damit ihr einander durch die Weinberge besuchen könntet, und mit dem Duft der Erde in euren Gewändern erscheint. Und sagt mir, was habt ihr in diesen Häusern? Und was beschützt ihr mit befestigten Türen? Habt ihr Frieden, den ruhigen Drang, der eure Kraft enthüllt? Habt ihr Schönheit? Denn Schönheit ist die Ewigkeit, die sich selbst im Spiegel anblickt. Ihr aber seid die Ewigkeit und der Spiegel. Oder habt ihr nur Bequemlichkeit und das Verlangen nach Bequemlichkeit, jenem verstohlenen Ding, das euer Haus als Gast betritt, dann zum Wirt und schließlich zum Herrn wird? Und trotz Herrlichkeit und Glanz soll euer Haus weder euer Geheimnis hüten, noch euer Verlangen beschützen. Denn was in euch grenzenlos ist, wohnt im Schloss des Himmels, dessen Tür der Morgennebel und dessen Fenster die Lieder und die Stille der Nacht sind.'