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Österreichische Historikerkommission - 23/3: Tschechen und Tschechinnen, Vermögensentzug und Restitution

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Die Publikation behandelt die Situation der tschechischen Minderheit nach dem "Anschluss" im März 1938. Laut der Volkszählung von 1934 lebten in Österreich etwa 52.000 Personen tschechischer oder slowakischer Nationalität, überwiegend in Wien, wo sie als Lohnarbeiter, Kleinhandwerker oder Kleinunternehmer tätig waren. In Wien gab es 300 bis 400 tschechische Vereine, wobei der Schulverein Komenský der bekannteste und wohlhabendste war. Dieser Verein besaß zahlreiche Schulgebäude, die größte tschechische Bibliothek in Wien, zwei Autobusse sowie Lehr- und Lernmittel. Die Situation der Immobilien der tschechischen Vereine ist gut dokumentiert: Wert, Hypotheken, Beschlagnahmungen und Rückgaben sind durch Quellen belegbar. Obwohl die tschechischen Vereine "germanisiert" und gleichgeschaltet wurden und teilweise Vermögen entzogen bekamen, blieben sie im Allgemeinen erhalten. Die Wiener Filiale der Gewerbebank, die seit 1898 tätig war, wurde nach 1938 liquidiert, und der Plan zur Wiedererrichtung nach 1945 wurde 1948 aufgegeben. Die "Neuordnung" des Genossenschaftswesens führte zur "Germanisierung" tschechischer Genossenschaften, doch keine größeren national orientierten Unternehmen wurden enteignet. Die tschechische Sektion der KPÖ leistete Widerstand gegen den Nationalsozialismus, unterstützt von weiteren Gruppen wie "Libu?e" und "Curiue", deren Mitglieder oft ihr Leben für den Widerstand opferten.

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Österreichische Historikerkommission - 23/3: Tschechen und Tschechinnen, Vermögensentzug und Restitution, Eduard Kubů, Gudrun Exner

Lingua
Pubblicato
2004
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(In brossura),
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In buone condizioni
Prezzo
67,99 €

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Lingua
Tedesco
Pubblicato
2004
Formato
In brossura
Pagine
162
ISBN10
3702905278
ISBN13
9783702905279
Serie
Descrizione
Die Publikation behandelt die Situation der tschechischen Minderheit nach dem "Anschluss" im März 1938. Laut der Volkszählung von 1934 lebten in Österreich etwa 52.000 Personen tschechischer oder slowakischer Nationalität, überwiegend in Wien, wo sie als Lohnarbeiter, Kleinhandwerker oder Kleinunternehmer tätig waren. In Wien gab es 300 bis 400 tschechische Vereine, wobei der Schulverein Komenský der bekannteste und wohlhabendste war. Dieser Verein besaß zahlreiche Schulgebäude, die größte tschechische Bibliothek in Wien, zwei Autobusse sowie Lehr- und Lernmittel. Die Situation der Immobilien der tschechischen Vereine ist gut dokumentiert: Wert, Hypotheken, Beschlagnahmungen und Rückgaben sind durch Quellen belegbar. Obwohl die tschechischen Vereine "germanisiert" und gleichgeschaltet wurden und teilweise Vermögen entzogen bekamen, blieben sie im Allgemeinen erhalten. Die Wiener Filiale der Gewerbebank, die seit 1898 tätig war, wurde nach 1938 liquidiert, und der Plan zur Wiedererrichtung nach 1945 wurde 1948 aufgegeben. Die "Neuordnung" des Genossenschaftswesens führte zur "Germanisierung" tschechischer Genossenschaften, doch keine größeren national orientierten Unternehmen wurden enteignet. Die tschechische Sektion der KPÖ leistete Widerstand gegen den Nationalsozialismus, unterstützt von weiteren Gruppen wie "Libu?e" und "Curiue", deren Mitglieder oft ihr Leben für den Widerstand opferten.